Ludwigshafen Weiterhin Störungen in Logistik

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Gestern Nachmittag hat die Stadt Ludwigshafen auch für das Gewerbegebiet Nachtweide den Sicherheitshinweis aufgehoben. Längere Aufenthalte im Freien sind damit wieder bedenkenlos möglich. Die Explosion vom Montag im Nordhafen hat jedoch weiterhin Auswirkungen auf die Logistik der BASF.

Das Tor 15 bleibt vorerst geschlossen. Wie lange, das ist noch nicht klar, wie die BASF mitteilte. Damit ist die zentrale Zufahrt für Lkw zum Ludwigshafener Werk weiterhin gesperrt. Eine Sprecherin des Chemiekonzerns informierte gestern, dass Lieferanten-Lkw auf das Gelände der Mannheimer Spinelli-Kaserne umgeleitet werden sollen. Das dortige Areal wird für diesen Zweck hergerichtet. Es soll Platz für 500 Lkw bieten. Ein Teil der ehemaligen US-Kaserne wird als Unterkunft für Flüchtlinge benutzt. Der größte Teil des 115 Fußballfelder großen Areals liegt jedoch brach. Die B 9 ist nach wie vor ein neuralgischer Punkt im Ludwigshafener Berufsverkehr. So lange das Tor 15 gesperrt ist, können die Lkw nur in erheblich eingeschränktem Umfang über die Tore 11, 12 und 6 ein- und ausfahren. Normalerweise werden täglich 3600 Lastwagen am BASF-Stammwerk abgefertigt. Das Unternehmen macht keine Angaben dazu, wie viele es aktuell noch sind. Es teilte aber mit, dass neben dem Tor 15 auch das Kombi-Verkehrsterminal aus Sicherheitsgründen noch gesperrt bleibt. Die Anlage sei jedoch nicht beschädigt. Ebenso sei die Nordausfahrt für Züge aus dem Werk aus Sicherheitsgründen gesperrt – ein- und ausgehender Verkehr werde über den Süden abgewickelt. Die Bahnanlagen seien nicht beschädigt. Der Landeshafen Nord ist weiterhin außer Betrieb. Die Stadt Ludwigshafen hat unterdessen den Sicherheitshinweis für das Gewerbegebiet Nachtweide aufgehoben. Seit der Explosion am Montag hatte bislang die Vorgabe gegolten, Anwohner und Gewerbetreibende nahe des Unglücksorts sollten sich nicht für längere Zeit im Freien aufhalten; Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben. Grund dafür: Die Feuerwehr hatte am Einsatzort – also dem Landeshafen Nord – erhöhte Messwerte in der Luft festgestellt. Mittlerweile habe sich die Lage an der Unglücksstelle wieder stabilisiert. Vor Ort sei jedoch ein mobiles Messgerät der BASF angebracht worden, heißt es von der Stadt, die nach eigenen Angaben vom Chemiekonzern regelmäßig über die Messergebnisse informiert werde. Zusätzlich habe der Bereich Umwelt der Stadt angeordnet, dass die Feuerwehr ebenfalls Messungen vornimmt. Mit einem entsprechend ausgerüsteten Fahrzeug sollen Umweltwerte im Gewerbegebiet Nachtweide und den Stadtteilen Oppau, Edigheim und Pfingstweide erfasst werden. Bereits am Dienstagabend hatte die Stadt ihre Umweltwarnung für die nördlichen Stadtteile – abgesehen von der Nachtweide – zurückgenommen. Unterdessen ist es gestern im Werk steil Süd erneut zu einem Zwischenfall mit explosiven Stoffen gekommen. Südwest/Politik Noch Fragen? Weiterhin gibt es ein Info-Telefon für Bürger, zu erreichen unter 0621/5708-6000. Laut Stadt sind dort bis heute über 1100 Anrufe eingegangen. Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Stadt: www.ludwigshafen.de |gana/mix/rxs

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