Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserballliga Süd: WSV Vorwärts Ludwigshafen gewinnt gegen SC Neustadt II

6:3: Silas Beck erhöht für WSV Vorwärts Ludwigshafen gegen SC Neustadt II.
6:3: Silas Beck erhöht für WSV Vorwärts Ludwigshafen gegen SC Neustadt II.

Der WSV Vorwärts Ludwigshafen ist in der Wasserballliga Süd größter Verfolger von Spitzenreiter SV Weiden.

In einem insgesamt einseitigen Lokalderby fertigten die Ludwigshafener die Reserve des SC Neustadt mit 20:7 (3:3, 7:0, 4:3, 6:1) ab. Ganz zufrieden war WSV-Spielertrainer Oliver Görge damit trotzdem nicht.

Im dritten Viertel scheiterte Ludwigshafens Jens Feddeck an Gästetorhüter Kristof Meszaros. Beim Spielstand von 13:5 für die Gastgeber eigentlich keine vorentscheidende Situation. Bemerkenswert war der Versuch trotzdem, weil er im sechsten Überzahlspiel der Gastgeber der erste Fehlwurf war. Insgesamt sah Ex-Trainer Pierre Hilbich, der vom Verband als Spielbeobachter eingeteilt war, bis dahin ein weitestgehend einseitiges Spiel, in dem die Gastgeber der nur leicht verstärkten A-Jugend der Neustadter in nahezu allen Belangen überlegen waren. Am Ende stand nicht nur eine Trefferquote von knapp 70 Prozent bei einem Mann mehr im Wasser, sondern Ludwigshafen erlaubte Neustadt nur bei knapp jedem vierten Überzahlspiel einen Treffer. „Wir haben insgesamt überragend gedeckt“, lobte Görge die Defensive um den erneut starken Ilya Dmytriiev im Tor.

Nur das erste Viertel lag Görge ein wenig auf dem Magen. „Da haben wir unsere Abschlüsse nicht zu Toren gemacht und die Konter zugelassen, die wir eigentlich verhindern wollten. So ging es mit Toren von David und Udo Greine zwar gut los, wir ließen mit dem 2:0 im Rücken dann aber erst einmal die Zügel schleifen.“ Neustadt sagte Dankeschön und drehte die Partie zwei Minuten vor der ersten Pause auf 2:3. Es sollte Görges einziger Kritikpunkt des Abends bleiben, zumal Udo Greine, dem insgesamt vier Treffer gelangen, kurz vor der ersten Sirene wieder auf 3:3 gestellt hatte.

Vorwärts mit Spielwitz

Offensichtlich hatten die WSV-Trainer, neben Oliver auch Vater Andreas, in der ersten Pause die richtigen Worte gefunden. Mit 7:0 wurde der Neustadter Nachwuchs, bei dem Vereinsvorstand Michael Heinz auf dem Spielberichtsbogen zumindest für einen annähernd ausgeglichenen Altersdurchschnitt beider Mannschaften sorgte, förmlich aus dem Wasser geschossen. Mit Spielwitz und vor allem Konsequenz erspielten sich die Gastgeber einen schon nahezu uneinholbaren Vorsprung. „Neustadt hatte heute drei Spieler aus dem Zweitligakader dabei. Im Hinspiel waren es noch sechs“, nannte Görge einen Grund für den insgesamt einseitigen Spielverlauf.

Bis zum 11:3 setzten sich die Ludwigshafener ab, ehe sie es ein wenig ruhiger angehen ließen, nach elf Minuten ohne Gegentreffer, also mehr als einem gesamten Viertel, das 11:4 kassierten. Für Görge längst kein Grund mehr für Kritik. „Wir haben nur noch Abschlüsse aus schlechten Schusspositionen zugelassen.“ Und das ging so bis zum Schlusspunkt, den der beste WSV-Torschütze Marcel Beck (5) mit dem 20:7 setzte – natürlich wieder in Überzahl.

Ein Sieg, den Oliver Görge schnell abgehakt hatte. „Die Chance oben anzugreifen ist damit noch da.“ Eine sehr theoretische Möglichkeit. „Ich glaube nicht, dass Weiden sich das noch nehmen lässt und wir müssten außerdem all unsere restlichen Spiele gewinnen.“ Immerhin haben die Ludwigshafener mit dem klaren Sieg im Lokalderby wieder den zweiten Rang erobert. Und das ist schließlich auch nicht schlecht.

x