Hochdorf-Assenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Steffen Dietz doch nicht mit dem Handball aufgehört hat und beim Drittligisten zusagte

Lange ist es her: Steffen Dietz (links) spielte vor vielen Jahren schon einmal für den TV Hochdorf, hier gegen die TSG Haßlochm
Lange ist es her: Steffen Dietz (links) spielte vor vielen Jahren schon einmal für den TV Hochdorf, hier gegen die TSG Haßlochm mit Jonas Kupijai im Jahre 2010.

Nein, ein „echter Neuzugang“ ist Steffen Dietz nicht. Über die Stationen TSG Haßloch, VTV Mundenheim und HSG Worms kehrt der mittlerweile 31 Jahre alte Linkshänder nach 2016 wieder zum TV Hochdorf zurück. Zumindest eine Rolle ist damit klar verteilt: „Als ältester Feldspieler muss ich nach dem Training wohl nicht mehr aufräumen.“

Eigentlich hatte Dietz das Kapitel Handball schon fast abgeschlossen. So trudelte der mittlerweile in Mutterstadt lebende Ludwigshafener in Worms dem Karriereende entgegen, dass er eigentlich schon vor zwei Jahren bei den VTV Mundenheim verkündet hatte. „Ich habe in den letzten beiden Jahren sechs Mal in der Woche abends die Meisterschule besucht“, erklärte der gelernte KFZ-Mechatroniker: „Viel Zeit für Training und Spiel blieb da nicht.“ Aber mittlerweile ist die Schule abgeschlossen und die Meisterurkunde hängt Zuhause an der Wand. „Eigentlich hatte ich mich schon damit abgefunden, dass ich Handball langsam ausklingen lasse, aber als Hochdorf angefragt hat, wollte ich es einfach noch einmal wissen. Ich hatte dort schließlich die zweieinhalb besten Jahre meiner Karriere“, erklärt er den Grund für den Sinneswandel. Sein Treffer zum 29:29 in Kronau sicherte 2013 den Klassenverbleib in der Dritten Liga.

In neuer Staffel Außenseiter

Nur die Mannschaft ist ihm neu. „Mit Daniel Lanninger hat vor der Runde der letzte Spieler aufgehört, mit dem ich noch zusammengespielt habe“, sagt Dietz. Aber im Umfeld des TVH hat er noch jede Menge bekannte Gesichter angetroffen. Neu ist allerdings seine Rolle im Team. „Ich bin der älteste Feldspieler im Kader und will unserer jungen Mannschaft mit meiner Erfahrung weiterhelfen.“ Und das von seiner angestammten Rechtsaußenposition, die er in dieser Saison von Marvin Gerdon übernimmt, der dafür auf die Halbposition aufrückt. „Ich denke schon, dass ich als Führungspersönlichkeit gefordert bin.“

Einziges Saisonziel könne nur der Klassenverbleib sein. „Darauf ist die gesamte Mannschaft schon eingeschworen“, sagt Dietz. Insgesamt sieht er die Jugend als Chance darauf. „Wir sind eine junge und dynamische Truppe. Wir müssen darüber kommen. Ein Kraftduell können wir nicht gewinnen“, sagt Dietz. Das gelte gerade in der Staffel Mitte, in der auch der drittligaerfahrene Steffen Dietz Neuland betritt. Bis auf die Duelle gegen Zweibrücken und Haßloch kennt auch er keine der gegnerischen Mannschaften. „Es ist schade, dass wir die nahen Auswärtsfahrten nach Schwetzingen, Leutershausen, Großsachsen oder Kronau in diesem Jahr nicht mehr haben. Dafür müssen wir uns eben auf neue Fahrten und neue Gegner einstellen.“

Insgesamt schätzt er die Staffel Mitte als etwas stärker als den gewohnten Süden ein. Umso schwerer werde der Ligaverbleib. Aber der 31-Jährige will mit Erfahrung und Toren dieses Ziel verwirklichen.

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