Fussball
Warum Mustafa Yildirim für alle nur de „Moschd“ ist
„Den Spitznamen habe ich schon als Kind bekommen und nie mehr abgelegt“, sagt der 47 Jahre alte Yildirim und lacht. Außerdem werde der Spitzname pfälzisch als „Moschd“ ausgesprochen.
Der kleine Mustafa machte damals mit seiner Schulklasse einen Ausflug zu einer Kellerei in Wachenheim. Als Gastgeschenk gab es für die Kinder ein Gläschen mit Most. „Für diesen Traubensaft musste man sich anstellen. Ich habe das mehrfach gemacht und immer wieder ein Gläschen bekommen. Irgendwann war der Rucksack voll“, erzählt Yildirim und bekam den entsprechenden Spitznamen. Den behielt er bis heute, obwohl „Moschd“ längst nicht mehr Traubensaft, sondern inzwischen viel lieber ein Viertel Weißwein trinkt.
Bei Phönix trainiert er die Reserve wie bereits zuvor bei der SG Maudach II gemeinsam mit Volkan Yildiz. Die beiden verstehen sich prima und funken auf einer Wellenlänge. „Die Familien von Volkan und mir kommen beide aus der türkischen Stadt Kayseri“, berichtet Yildirim. Die zwei Trainer sind sogar über sieben Ecken miteinander verwandt. Geboren wurde Mustafa Yildirim im Ludwigshafener Stadtteil Gartenstadt. „Mein Vater hat 40 Jahre bei der Stadt gearbeitet, war beim Grünflächen- und Friedhofsamt“, sagt der Trainer. Er selbst ist bei einem in der BASF als Fremdfirma tätigen Industriereinigungsunternehmen als Vorarbeiter tätig. „Phönix-Vorstandsmitglied Peter Rutta hat den Weg geebnet“, erklärt der Coach.
„Wir werden stärker sein“
Yildirim verbrachte seine komplette Jugend bei Alemannia Maudach, verlor in der ersten Garnitur aber irgendwann seinen Stammplatz und legte eine mehrjährige Pause ein. Als ihn sein beim TuS Friedelsheim spielender Neffe Oktay eines Tages mit den Worten „Onkel, wir brauchen unbedingt einen Mittelstürmer“ um Hilfe bat, wechselte Yildirim zum TuS und blieb 15 Jahre dort. Zunächst als Torjäger, später als Spielertrainer der Zweiten Mannschaft. Über die Stationen VSK Niederfeld und SG Maudach II führte ihn sein Weg zu Phönix.
„Ich bin überzeugt davon, dass wir in der kommenden Saison stärker sein werden. Die Trainingsbeteiligung war in dieser Runde schon sehr gut“, sagt der Coach. Nachdem Schifferstadt II in vergangenen Jahren oft um den Klassenverbleib kämpfte, sei das Ziel für die Serie 2021/22, sich aus dem Abstiegskampf herauszuhalten. Mit einem ausreichend großen Kader und einem gelernten Torwart, der das Aufbieten eines Feldspielers zwischen den Pfosten wie in dieser Spielzeit überflüssig macht, soll das Vorhaben gelingen. Und wenn es wieder einmal eng werden sollte, hilft vielleicht ein Gläschen Most.