Das spontane Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Karl-Heinz Gräf die Eberthalle besser gefällt als die SAP-Arena

Hat in Rheingönheim seine Mutter besucht: Karl-Heinz Gräf (links).
Hat in Rheingönheim seine Mutter besucht: Karl-Heinz Gräf (links).

Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir in Rheingönheim Karl-Heinz Gräf getroffen. Der 67-Jährige lebt in Edingen-Neckarhausen und war zu Besuch bei seiner Mutter.

Wir suchen einen interessanten Gesprächspartner ...
Aber ich komme doch gar nicht aus Ludwigshafen.

Der Blick von außen ist oft noch interessanter. Welche Beziehung haben Sie zu Rheingönheim?
Eigentlich gar keine, außer dass meine Eltern hier gebaut haben und damals aus Mutterstadt hergezogen sind. Ich selbst war nicht lange dabei. Ich habe dann vier Wochen in der Bahnhofsstraße in Ludwigshafen gewohnt und bin dann nach Mannheim-Seckenheim gezogen. Das würde ich als meine Heimat betrachten, auch wenn ich mittlerweile in Edingen wohne.

Wieso sind Sie weg aus Seckenheim?
Ich musste leider wegen Eigenbedarf. Das habe ich auch eingesehen. Der Hausbesitzer war stark gehbehindert und musste ins Erdgeschoss. Dann haben wir uns umgeschaut und sind in Edingen gelandet. Aber um ehrlich zu sein, vermisse ich Seckenheim. In Edingen werden um 18 Uhr die Gehsteige hochgeklappt, und es ist nichts mehr los. Das war in Seckenheim anders. Außerdem war man von dort in zehn Minuten in der Mannheimer Innenstadt. Aus Edingen ist es weiter nach Mannheim oder Heidelberg – auch wenn man mit dem ÖPNV ganz guten Anschluss bekommt.

Edingen und Rheingönheim haben beide noch ihren dörflichen Charakter. Kann man beide miteinander vergleichen?
Viel von hier bekomme ich nicht mit, aber ich glaube schon, dass hier mehr los ist. Außerdem ist ja auch in Rheingönheim die Innenstadt näher. Das ist schon nicht schlecht, obwohl die Ludwigshafener Innenstadt jetzt auch kein so großer Anreiz ist.

Waren Sie nie in Ludwigshafen unterwegs?
Nein. Nie! Außer natürlich zu Konzerten in der Eberthalle.

Welche Musikrichtung? Eher Scorpions oder Helene Fischer?
Musikalisch gehe ich eher in Richtung Scorpions.

Manche Leute schwärmen immer noch von dem Deep Purple Konzert in der Eberthalle. Waren Sie damals auch dabei?
Nein, dafür habe ich leider keine Karten mehr bekommen. Aber ansonsten habe ich praktisch alles gesehen, was Rang und Namen hat.

Heute muss man dafür in die SAP-Arena fahren ...
Ja, dort war ich auch schon, aber um ehrlich zu sein, gefällt mir die Atmosphäre in der Eberthalle besser. Egal ob jetzt zum Sport oder zu Konzerten. Man ist dort nicht nur näher dran, sondern in der SAP-Arena sitzt man oft schief zur Bühne. Bequem ist das nicht. Die Eberthalle würde mir schon fehlen, wenn sie wirklich abgerissen werden sollte.

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