Ludwigshafen / Waldsee Warum in der Zukunft auch Rheinwasser aus dem Hahn fließen könnte

TWL-Vorstand Thomas Mösl (links) und Projektleiter Rainer Barchet.
TWL-Vorstand Thomas Mösl (links) und Projektleiter Rainer Barchet.

Der Klimawandel macht sich auch in der Pfalz bemerkbar. Der Grundwasserspiegel in der Rheinebene sinkt. Um in der Zukunft die Trinkwasserversorgung abzusichern, planen elf Wasserversorger aus der Vorderpfalz, bei der Trinkwassergewinnung auch auf den Rhein zurückzugreifen – darunter auch die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) sowie die Stadtwerke Frankenthal und Speyer. Im Gespräch ist ein Uferwasserwerk bei Waldsee (Rhein-Pfalz-Kreis), das 20 Prozent des jährlichen Trinkwasserbedarfs der kommunalen Wasserversorger in der Vorderpfalz abdecken soll. Federführend bei der Planung sind die TWL. Technischer Vorstand Thomas Mösl (62) und Projektleiter Rainer Barchet (58) befürworten das Projekt. Die TWL versorgen über 170.000 Menschen in Ludwigshafen mit Trinkwasser. Jährlich werden 13 Millionen Kubikmeter Grundwasser verbraucht, das aus bis zu 320 Meter tiefen Brunnen im Maudacher Bruch und auf der Parkinsel gewonnen wird. Mit dem geplanten Uferwasserwerk am Rhein könnte der Verbrauch um 2,6 Millionen Kubikmeter reduziert werden. Ob und wann das Projekt realisiert wird, hängt von einer Studie ab, mit deren Ergebnissen 2026 gerechnet wird. Dann soll es auch eine Kostenschätzung geben.

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