Irgendwo in Lu RHEINPFALZ Plus Artikel Warum für die Sailers der Montag der Sonntag ist

Volker Endres im Gespräch mit Marion Sailer.
Volker Endres im Gespräch mit Marion Sailer.

Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir im Ebertpark Marion Sailer (59) getroffen. Sie lebt seit acht Jahren in Friesenheim und genoss mit Enkelin Chantal ihren freien Tag.

Sie lüften die Enkelin?
Sozusagen. Montags wird meine Enkelin immer von mir „gelüftet“.

Und immer im Ebertpark?
Ja, in der Regel schon. Das ist einfach ein wunderschöner Fleck in Ludwigshafen. Eine Oase! Und wir kennen hier auch alle Spielplätze.

Warum sind Sie dann nicht an den anderen Tagen unterwegs?
Ich habe nur montags frei. An den anderen Tagen muss ich noch arbeiten.

Warum haben Sie montags frei?
Das hat sich schon bei meiner ersten Arbeitsstelle ergeben. Da war das mein freier Tag. Und mein Mann arbeitet bei der Werksfeuerwehr der BASF. Durch seine Freischichten hat das ganz gut gepasst. Der Montag ist schon immer unser Sonntag gewesen.

Es hat ja auch Vorteile, wenn man an Tagen frei hat, an denen die meisten anderen arbeiten müssen, oder?
Absolut! Die Ausflugsziele sind nicht so überlaufen, und wenn man einkaufen geht, dann ist es auch nicht so voll wie am Wochenende.

Wo muss man denn arbeiten, um an einem Montag frei zu bekommen?
Ich arbeite bei einem Weinhandel in Mannheim. Der hat montags ganz normal geöffnet. Es ist nur eben mein freier Tag.

Bei Weinhandel in Mannheim fällt mir als Erstes das Südlandhaus ein …
Das ist es aber nicht. Ich arbeite in einem Weinladen, der ursprünglich einmal in Seckenheim eröffnet worden ist und mittlerweile noch zwei weitere Niederlassungen hat.

Ist Wein eigentlich ein Dauerthema, oder gibt es da auch Schwankungen in der Nachfrage?
Ich würde schon sagen, dass Wein immer ein Thema ist. Während der Lockdowns wurde die Nachfrage allerdings schon ein bisschen stärker. Das haben wir besonders gespürt, weil wir ja auch einen Onlineshop mit Versand haben.

Sind Sie auf bestimmte Weine spezialisiert?
Nein. Wir haben Weine aus aller Welt, aber der Hauptschwerpunkt ist schon die Pfalz.

Muss man im Weinhandel automatisch Weinfreund sein?
Natürlich hilft es dabei, wenn man sich auskennt. Ich habe deshalb vor zwölf Jahren sogar eine Ausbildung zum Sommelier gemacht. Damals habe ich noch beim Weingut Knipser in Laumersheim gearbeitet.

Ist das ein Ausbildungsberuf?
Es ist eine anerkannte Ausbildung mit IHK-Zertifikat!

Und wie lange dauert die Ausbildung?
Das war bei mir berufsbegleitend an der Deutschen Wein-Sommelierschule in Koblenz und hat ein halbes Jahr gedauert.

Und wie hilft das im Handel?
Ich kann zum Beispiel sehr gut bei der Frage beraten, zu welchem Essen welcher Wein passt.

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