Bezirksliga intern RHEINPFALZ Plus Artikel Warum die FG 08 Mutterstadt in der Ergebniskrise steckt

Hofft, dass das Spielglück zurückkehrt: Marco Malicia, Trainer der FG 08 Mutterstadt.
Hofft, dass das Spielglück zurückkehrt: Marco Malicia, Trainer der FG 08 Mutterstadt.

In der Fußball-Bezirksliga ist der Tabellenzweite FG 08 Mutterstadt von seinem Erfolgsweg etwas abgekommen. Nach einem überragenden Saisonstart mit zehn Siegen in Serie ist die Bilanz danach mit drei Erfolgen, einem Unentschieden und drei Niederlagen eher durchschnittlich. Am Sonntag gab es bei Neuling TSG Deidesheim eine 1:4-Schlappe. Vier Gegentore musste die zuvor sattelfeste Deckung noch nicht einstecken. „Da kam alles zusammen. Wir haben uns drei dicke Fehler erlaubt und lagen nach einer Stunde 0:3 zurück. Das war einfach nicht gut verteidigt“, sagt Coach Marco Malizia, der mit Spielertrainer Kevin Selzer ein gleichberechtigtes Duo bildet.

Außerdem habe das Team Probleme gehabt, sich an den extrem schmalen Platz zu gewöhnen und selten Zugriff auf die sogenannten zweiten Bälle bekommen. Als Mutterstadt nach dem 1:3 am Drücker war, habe das Spielglück gefehlt, das die FG in etlichen Partien zuvor gehabt habe. Malizia hat aber noch andere Mängel erkannt: „Man kann nicht alles spielerisch lösen wollen. Uns ist zudem die Effektivität verloren gegangen, was dazu führt, dass die Ergebnisse nicht stimmen.“ Allerdings sei bei dem Niederlagen kein Muster zu erkennen. Beim 0:1 in Haßloch sei das Ultra-Defensivkonzept des VfB aufgegangen, und in Dudenhofen hätte die FG nach dem 0:1 die Deckung gelockert und deshalb 0:3 verloren. Dort sei die Leistung aber ordentlich gewesen.

Kader als Pluspunkt

Nach dem 1:4 am Sonntag sei das Team richtig niedergeschlagen gewesen, jeder habe mit sich selbst gehadert. „Die Mannschaft ist absolut intakt. Die Spieler verstehen sich untereinander und müssen jetzt gemeinsam die Durststrecke beenden. Ich bin sicher, das werden sie auch schaffen“, betont der Trainer. Sinnbild für die Ergebniskrise ist derzeit Torjäger Lukas Franzreb. Er startete mit 14 Toren aus den ersten zehn Spielen phänomenal in die Runde, danach traf er nicht mehr. Seine Flaute korrespondiert stark mit dem Abfall des Teams. „Lukas ist in einem Loch. Er läuft viel, bietet sich an, bemüht sich, aber er trifft nicht mehr. Derzeit fehlt uns etwas die Präsenz im Sturmzentrum“, hat Malizia erkannt.

Ein Pluspunkt der FG ist der große Kader, der aber auch benötigt wird. Ein Beispiel für diese These ist das defensive Mittelfeld. Für die Sechserposition, die in der Regel von einem offensiv und einem eher defensiv ausgerichteten Akteur gebildet wird, gibt es sechs Alternativen. „In Deidesheim sind der verhinderte Timo Gehrlein, der erkrankte Tim Rapp, der verletzte Samuel Presta und der seit Monaten fehlende Niklas Semmler ausgefallen“, listet Malizia den Notstand auf dieser Position auf. Mit Selzer und Batuhan Topal spielten hier aber immer noch zwei starke Spieler. Mitunter weicht Mutterstadt aber auch auf ein 4-1-4-1-System aus. In allen Partien dabei waren bisher nur Kapitän Luca Stoye und Spielgestalter Fabio Reithermann.

Am kommenden Sonntag, 14.30 Uhr, erwarten die Schwarz-Weißen mit dem Tabellendritten FV Freinsheim die Mannschaft der Stunde zum Spitzenspiel, die siebenmal in Folge als Sieger vom Platz ging. „Das ist eine enorm starke Truppe mit einem brutalen Tempo in der Offensivabteilung und viel Qualität im Kader“, hat Malizia Respekt. Die Stürmer Schamil Kuduzov, Jonas Schäfer und Bastian Rinn seien aktuell kaum zu halten. Man dürfe die Freinsheimer nicht zu ihrem Spiel finden lassen, empfiehlt der Coach und deutet an, dass das Trainerduo vor einer Vertragsverlängerung steht. Und vielleicht platzt ja just in diesem Spiel bei Franzreb wieder der Knoten und die FG findet in die Erfolgsspur zurück.

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