Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum der Trainer als Vorbild gilt

Jascha Prinz
Jascha Prinz

Die SG Dannstadt/Rödersheim ist furios in die später abgebrochene Saison 2020/21 der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord gestartet. Zunächst mit einem 1:0-Sieg in Ellerstadt, dann gab es einen 2:0-Erfolg gegen Wachenheim. Dass die SG aber keine Spitzenmannschaft ist, wurde danach deutlich.

In den fünf folgenden Partien gab es nur noch einen Zähler. „Mit sieben Punkten aus sieben Partien haben wir uns im Rahmen der Erwartungen bewegt“, sagt der 41 Jahre alte Trainer Jascha Prinz.

Den einen oder anderen Zähler hätte Dannstadt/Rödersheim mehr holen können. Etwa beim vogelwilden 5:5 gegen Deidesheim II, als die SG einen 5:1-Vorsprung verspielte, oder bei der 0:1-Pleite gegen den Tabellenletzten SG Forst/Ruppertsberg. „Das war eine Enttäuschung“, kommentierte Prinz diesen Auftritt. Er glaubt, dass seine Mannschaft im weiteren Saisonverlauf den Blick hätte nach unten richten müssen, ist aber davon überzeugt, dass es für die SG im vierten Jahr nach dem Zusammenschluss zum Ligaverbleib gereicht hätte.

Der Industriekaufmann, der in der Finanzbuchhaltung eines Unternehmens arbeitet, hat für die nächste Saison zugesagt und kann auf das bewährte Team bauen. „Die Mannschaft bleibt zusammen. Das ist eine gute Basis. Wir versuchen, die Breite zu stärken, aber es ist schwierig, neue Leute zu bekommen. Keiner legt sich fest, jeder wartet ab“, hat Prinz festgestellt. Ein Beinbruch ist das nicht, denn der Trainer hat viel mehr Spaß daran, Akteure, die schon da sind, zu entwickeln. Das Ziel steht: Die Mannschaft, die mal in Dannstadt, mal in Rödersheim ihre Heimspiel austrägt, stabilisieren und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben.

Ein Kämpfer, kein Techniker

Jascha Prinz hat beim ASV Fußgönheim, TV Gönnheim und SV 1911 Bad Dürkheim gespielt. Mit allen drei Vereinen ist der laufstarke defensive Mittelfeldspieler aufgestiegen. Prinz war keiner, der mit Kabinettstückchen glänzte oder drei Übersteiger machte. Er war ein Kämpfer, der mit guter Einstellung, Wille und Einsatz bestach. Tugenden, auf die er auch als Coach viel Wert legt. Mit seinen Fähigkeiten schaffte er es bis in die Verbandsliga. „Die schönste Zeit war die Phase in Gönnheim, weil dort die Kameradschaft riesig war. Damals haben wir im Winter ein Trainingslager in der Türkei absolviert“, blickt Prinz zurück. Am Bosporus wurde der Grundstein für den Aufstieg in die A-Klasse gelegt. In der Rückserie startet der TV Gönnheim richtig durch.

Ambitionen, höher zu trainieren, hat der 41-Jährige. „Aber da müsste schon alles passen. So wie die Mannschaft bei der SG harmoniert, gefällt es mir. Deshalb bin ich auch geblieben“, betont Prinz. Wie fit seine Jungs nach der langen Pause sind, weiß der Coach nicht. Er selbst liegt nicht auf der faulen Haut, läuft dreimal wöchentlich zehn bis zwölf Kilometer und hatte sich bei einem Halbmarathon angemeldet, der aber abgesagt wurde. Der Trainer als Vorbild.

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