Leichtathletik Warum der KiLa-Cup ein etwas anderer Wettbewerb ist
Es gibt Sportanlagen, die schreien förmlich nach einer Belebung. Dem TV Dannstadt ist das gelungen. Rund 310 Sportlerinnen und Sportler, verteilt auf 30 Staffeln, tummelten sich beim vierten KiLa-Cup. „Das waren auch schon mehr“, kommentierte der Vereinsvorsitzende Johannes Beck und hat dafür einen Schuldigen ausgemacht.
Das größte Hindernis war die Siegerehrung am Ende. Erstmals hatte der TV Dannstadt ein Podest für die besten Staffeln der Altersklassen U8, U10 und U12 zur Verfügung gestellt. Problem dabei: Der befreundete Gerüstbauer hatte nicht unbedingt in kindgerechten Größen gedacht. So mussten die Sieger erst noch eine kleine Klettertour bewältigen, ehe sie das oberste Treppchen erreicht hatten. Für die sportlichen Teilnehmer war aber auch diese letzte Hürde kein echtes Hindernis. Strahlend standen die Staffel „Rödersheimer Raketen“ des TV Rödersheim in der Altersklasse U8 und U10, sowie die „LTV Kampf-Chilis“ des LTV Bad Dürkheim (U12) am Ende ganz oben auf dem Treppchen und strahlten.
Cup als Erfolgsgeschichte
Genau genommen strahlte bei den Jüngsten zunächst einmal das „ABC Dreamteam“ aus Ludwigshafen, aber hier wurde im Nachhinein eine falsche Wertung im beidarmigen Medizinballstoß festgestellt, rutschte die Vertretung des ABC Ludwigshafen vom ersten mit den Avengers des VfL Neuhofen auf den geteilten zweiten Platz. „Immerhin standen die richtigen drei Mannschaften auf dem Podest“, bat TVD-Leichtathletik-Abteilungsleiter Klaus Pajurek im Nachhinein um Nachsicht.
Der „KiLa-Cup“ ist insgesamt eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Die spielerische Heranführung an die Leichtathletikdisziplinen ist für die Kinder ab der Altersstufe U8 ein echtes Gemeinschaftserlebnis. In den Disziplinen Bananenkistensprint, Hoch-Weitsprung oder auch Schlagballwurf werden nicht die Einzelergebnisse gezählt, sondern fließt alles in die Mannschaftswertung ein. Trotzdem waren im Vorjahr noch 15 Vereine und 37 Staffeln für den Wettbewerb in Dannstadt gemeldet. „Wir hatten auch schon 500 Sportler hier“, erinnerte sich Beck an die Anfangsjahre des KiLa-Cups. Größtes Problem sei die gewachsene Konkurrenz. „Gerade im September sind es zu viele Wettbewerbe. Da hätten wir uns eine bessere Steuerung durch den Verband gewünscht.“ So könnte man beispielsweise mehr Wettbewerbe ins Frühjahr legen. „Es gäbe da schon Lösungsmöglichkeiten“, erhofft sich auch Leichtathletik-Abteilungsleiter Klaus Pajurek mehr Flexibilität und Unterstützung seitens des Verbands. Immerhin: „Die Vereine aus dem Rhein-Pfalz-Kreis haben alle bei uns gemeldet. Wir haben mit Grünstadt sogar noch einen Verein von außerhalb.“
Sportfest muss ausfallen
In der Altersklasse U10 gingen die Plätze zwei und drei an die „Krusty Krabs“ des VfL Neuhofen und die ABC Runners aus Ludwigshafen, und bei in der U12 sicherten sich die „Green Dragons“ der TG Frankenthal Rang zwei vor den Road Runners der Gastgeber. Die waren so oder so mit dem Ablauf der Veranstaltung und der Bespielung des gesamten Vereinsgeländes wieder rundherum zufrieden. „Wir hatten 19 Helfer an den Stationen und 25 Leute in der Verpflegung im Einsatz“, berichtete Beck. Lediglich das in den vergangenen drei Jahren parallele Sportfest des Vereins habe man in diesem Jahr ausfallen lassen. „Wir haben uns lieber darauf konzentriert, dass wir genügend Helfer für den Wettbewerb haben“, erklärt Pajurek.
Und nicht nur für die Sieger ist die Saison noch lange nicht beendet. Die besten Staffeln treffen sich am 2. November in der Halle zur Ermittlung der Gesamtsieger.