Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Christian Roßbach nicht der Typ ist, der drei Übersteiger macht

Christian Roßbach (rechts) ist ein beliebter Spieler beim ESV Ludwigshafen, hier im Duell gegen den Oppauer Dirk Hilzendegen.
Christian Roßbach (rechts) ist ein beliebter Spieler beim ESV Ludwigshafen, hier im Duell gegen den Oppauer Dirk Hilzendegen.

Der ESV Ludwigshafen steht in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe Nord, am Scheideweg. Gegen den starken Aufsteiger FV Freinsheim muss am Sonntag, 15.30 Uhr, ein Sieg her, damit die Hoffnung auf einen Platz unter den ersten Fünf nicht früh erlischt. Gut für den ESV, dass Kapitän Christian Roßbach wieder dabei ist.

LUDWIGSHAFEN. Der ESV Ludwigshafen steht in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe Nord, am Scheideweg. Gegen den starken Aufsteiger FV Freinsheim muss am Sonntag, 15.30 Uhr, ein Sieg her, damit die Hoffnung auf einen Platz unter den ersten Fünf nicht früh erlischt. Gut für den ESV, dass Kapitän Christian Roßbach wieder dabei ist.

Wegen einer Sprunggelenk- und Innenbandverletzung, die sich der 26 Jahre alte Roßbach im Pokalspiel gegen Mutterstadt zuzog, verpasste er den Saisonstart. Bei der 1:4-Niederlage in Seebach feierte er sein Comeback. „Ich habe eine Woche trainiert und rund 70 Minuten gespielt. Wichtig ist, dass der Fuß der Belastung standgehalten hat. Aber es fehlt natürlich noch Kraft, Spielpraxis, Laufstärke“, sagt Roßbach. Der Mann, der mit seiner Rückennummer 6 Hinweise auf sein Einsatzgebiet im defensiven Mittelfeld gibt, ist keiner, der drei Übersteiger hintereinander macht oder spektakuläre Tore erzielt, sondern einer vom Typ wertvoller Mannschaftsspieler. Roßbach ist zweikampfstark, hat ein gutes taktisches Verständnis, schließt Lücken und hält den Offensivkräften den Rücken frei.

Klassischer Führungsspieler studiert Theologie

„Christian ist ein wichtiger Faktor in unserem Spiel. Er hat Ausstrahlung, technische Fähigkeiten und Übersicht. Dazu hat er einen guten ersten Ballkontakt, wenig Schwankungen in seiner Leistung und ist klar im Kopf – das ist ganz wichtig“, beschreibt Trainer Eric Ledwina seinen Spielführer. Der genießt im Team wie im Verein mit seiner Loyalität einen hohen Stellenwert. „Ich bin in der fünften Saison hier und fühle mich beim ESV pudelwohl“, betont Roßbach. Der Student ist ein klassischer Führungsspieler. Sein Wort in der Kabine hat Gewicht.

Zum Fußball kam Christian Roßbach erst mit elf, zwölf Jahren. „Vorher habe ich Handball gespielt, dann in Fußball beim PSV Grün-Weiß und FC Arminia“, erzählt Roßbach. Als er das Abitur gemacht hat, legte er eine Pause ein, ging dann mit seinem Jugendtrainer Bernhard Grätz zum SV Pfingstweide und folgte dem Coach zum ESV, wo ihm das Vereinsumfeld zusagt.

In Heidelberg studiert der 26-jährige Roßbach Biologie, Deutsch und evangelische Theologie auf Lehramt. „Ich möchte später an einer weiterführenden Schule unterrichten, etwa an einer Realschule“, betont der Fußballer. Das erste Staatsexamen steht bevor. Das dürfte Roßbach genauso meistern wie die Rückeroberung seines Stammplatzes im defensiven Mittelfeld. thl

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