Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim wollen gegen Waldbüttelbrunn zu alter Stärke finden

Emanuel Novo
Emanuel Novo

Das Jahr begann gut für die Drittligahandballer der VTV Mundenheim. Allerdings setzte es nach dem unerwarteten und umjubelten Sieg in Saarlouis zuletzt drei Niederlagen in Serie. Im Heimspiel gegen Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn ist damit am Samstag ein Sieg fast schon Pflicht.

Nein, von einer Drucksituation will Emanuel Novo nichts wissen. Der Rechtsaußen hat mit seinen 26 Jahren die größte Drittligaerfahrung bei den Mundenheimern. Auch nach zuletzt drei Niederlagen, wobei die Mundenheimer sich in Hanau und Dutenhofen-Münchholzhausen und auch zuhause gegen Kirchzell drei richtige Klatschen abgeholt haben, sei die Stimmung im Team nach wie vor gut. „Wir haben eine überragende Halbserie gespielt. Für einen Aufsteiger ist es normal, dass es während einer Saison auch einmal zu einem kleinen Einbruch kommt.“ Gerade die Spiele bei Dutenhofen und vor allem das Heimspiel gegen Kirchzell seien genau solche Einbrüche gewesen, durch die die VTV mittlerweile auf Rang elf abgerutscht sind, der am Ende der Hauptrunde noch eine anstrengende Relegation bedeuten würde.

„Aber im Training ist die Tabelle für uns kein Thema“, versicherte Novo. „Wir müssen uns wieder darauf konzentrieren, einfach Handball zu spielen und uns an den Matchplan zu halten.“ Das habe zuletzt drei Mal in Folge nicht geklappt, war gegen Spitzenreiter Hanau zwar noch halbwegs einkalkuliert, aber gerade die beiden Niederlagen zuletzt gegen die direkte Konkurrenz haben geschmerzt, wobei gerade der blutarme Auftritt gegen Kirchzell die Anhänger sprachlos zurückgelassen hatte.

Chancenverwertung muss verbessert werden

Rein vom Ergebnis war auch die 19:26-Schlappe in Mittelhessen kein Schritt nach vorne, „aber ich habe mir das Spiel noch einmal angeschaut: Wir waren nicht so schlecht, wie es das Endergebnis aussagt“. Letztlich sei man im Auswärtsspiel vor allem an der Chancenverwertung gescheitert. „Und wir müssen natürlich unsere Fehler im Angriff minimieren“, fordert er. Ansonsten seien es Kleinigkeiten, die sich gegen Waldbüttelbrunn am Samstag (19.30 Uhr) verändern müssen. „Dann werden wir auch wieder an unsere Leistung aus der Hinrunde anknüpfen.“

Ein Faktor der guten Halbserie ist zumindest wieder zurück im Training. Simon Schleidweiler (67 Treffer) fehlte der Mannschaft seit Mitte November. An einen Einsatz am Samstag glaubt Novo aber nicht: „Er hat zwar wieder mittrainiert, aber man merkt ihm den Rückstand natürlich noch an.“ Er geht deshalb von der gleichen Aufstellung wie in den vergangenen Wochen aus: „Uns ist klar, dass wir vor einem heißen Februar stehen, in dem wir viele Punkte holen können.“ Der Fokus müsse darauf liegen, einfachen Handball zu spielen und wieder an die eigenen Stärken anzuknüpfen. Die Blaupause dafür könnte das Hinspiel in Waldbüttelbrunn liefern. „Dort haben wir die erste Hälfte dominiert.“ Dorthin wollen die VTV wieder zurückfinden.

x