Ludwigshafen Von Fans mit Feuerwerk empfangen

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Mannheim. Damenhockey-Bundesligist Mannheimer HC ist nach dem 5:3-Endspielsieg gegen den HC Minsk in Wettingen Europapokalsieger in der Halle geworden. Der Erfolg wurde nach der Rückkehr in der Nacht ausgiebig gefeiert.

Weil im Sport nur der Erfolg haben kann, der Spaß hat, ging es für die Hockey-Damen des Mannheimer HC am vergangenen Wochenende nicht nur darum, den Hallen-Europapokal zu gewinnen. Parallel zu den Spielen in Wettingen in der Schweiz kürte das Trainerteam der Blau-Weiß-Roten die „schönste Spielerin“, um ihren Schützlingen die nötige Lockerheit zu geben. Aus diesem Grund brachte Cecile Pieper nicht nur eine Goldmedaille mit nach Hause, sondern zusätzlich einen Lorbeerkranz und eine Schleppe. „Ich bin jetzt die Miss Europa“, sagte die Mittelfeldspielerin mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Preisverleihung war eine „Spaßaktion“ – und doch beinhaltete sie einen wahren Kern. Cecile Pieper war nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch sportlich besonders wertvoll, schließlich erzielte sie im Endspiel gegen den HC Minsk beim 5:3-Sieg das entscheidende Tor zum 4:3. „Das war megacool, denn eigentlich bin ich ja keine Torjägerin“, sagte Pieper nach ihrem Treffer. Die Mannheimerinnen waren bei der europäischen Endrunde deutlich das beste Team, doch eine schlechte Chancenverwertung im Finale sorgte dafür, dass der Erfolg bis kurz vor dem Ende und dem Treffer von Cecile Pieper unsicher war. „Insgesamt haben wir den Titel aber verdient“, sagte Philipp Stahr. Der Trainer der MHC-Damen hatte nicht nur die „Schönheitswahl“ organisiert, sondern auch die richtigen Worte für seine Spielerinnen gefunden, so dass die in der Schlussphase des Endspiels ruhig blieben. Im Grunde ist es eine Pflichtveranstaltung für deutsche Teams, bei den Damen den Europapokal zu gewinnen, schließlich sind die Deutschen allen anderen Nationen in der Halle qualitativ weit voraus – doch ein Selbstläufer bedeuteten die drei Tage in der Schweiz für die Mannheimerinnen nicht. Der weißrussische Meister verlangte dem MHC eine Bestleistung ab. Und die wurde im Anschluss an die Pokalübergabe ausgiebig gefeiert. Schon in der Halle ging die Party los, fand auf der knapp dreistündigen Heimfahrt ihre Fortsetzung und endete gegen halb zwei Uhr morgens im Klubhaus der Mannheimerinnen am Neckarplatt. „Das war auf jeden Fall eine coole Feier“, berichtete Pieper von der Sause in der Heimat. Als Mannschaft und Trainer auf dem MHC-Parkplatz angekommen waren, wurden sie von einem Feuerwerk überrascht, danach gab es ein gemeinsames Essen, ehe gesungen und getanzt werden konnte. „Für den Verein ist es eine tolle Sache, der Mannheimer HC hat ja zum ersten Mal einen internationalen Titel gewonnen“, kannte Pieper die historische Dimension des Erfolges. Für die Damen soll der Europapokalsieg eine Zwischenstation einer erfolgreichen Saison 2016/17 werden, denn wenn Ende März die Feldrunde fortgesetzt wird, gehen die Mannheimerinnen als Tabellenführer in den Endspurt. Das Ziel ist klar und lukrativ: Ende Mai will Stahr mit seinen Spielerinnen bei der Endrunde zur Feldmeisterschaft dabei sein, die auf dem Gelände des MHC ausgetragen wird. „Das wäre eine tolle Sache und mit dem Europapokal werden wir mit noch mehr Bock in die Feldsaison starten“, kündigte Pieper an. Die Erfolgsgeschichte der Mannheimer Damen soll mit dem Sieg auf europäischer Ebene nicht enden, sondern erst richtig Fahrt aufnehmen.

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