Ludwigshafen Von der Meisterschule in die Selbstständigkeit
Als frischgebackene Floristmeisterin hatte sich die Mutterstadterin Tanja Frey vor 20 Jahren selbstständig gemacht. Am Kerwesonntag, 28. August, feiert sie in ihrem Geschäft an der Neuen Pforte mit ihren Kunden das Firmenjubiläum.
Zwei Jahrzehnte seien nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Anlass, ihren Kunden Danke für das Vertrauen zu sagen, betont Floristmeisterin Tanja Frey. Während der Kerwe gibt es von Samstag bis Montag einen Jubiläumsrabatt von 20 Prozent, kündigt die Mutterstadterin an. Das Geschäft direkt neben Rathaus und Gemeindebücherei sei auch trotz Bauarbeiten erreichbar, informiert die Inhaberin. Tanja Frey hatte nach ihrer Ausbildung bei Blumen Kramer in mehrere Betriebe hineingeschnuppert und die Meisterschule in Köln besucht. Im Juni 1996 bestand sie die Meisterprüfung und schaute sich nach einer Möglichkeit um, sich selbstständig zu machen. Den Standort an der Neuen Pforte in der Ortsmitte hatte Tanja Frey vor 20 Jahren durch Vermittlung der Kreissparkasse gefunden. In dem Geschäft, damals noch neben dem Drogeriemarkt Schlecker, eröffnete Tanja Frey im November 1996 ihr Blumengeschäft. Und Blumen bildeten am Anfang auch den Schwerpunkt, berichtet Tanja Frey: „Topfpflanzen, Trockenblumen, Sträuße und einige Accessoires.“ Im Lauf der Zeit habe sie ihr Sortiment ausgebaut, denn das Geschäft kam gut an. Vor allem räumlich sei der Laden gewachsen. Nach drei Jahren kam noch ein weiterer Raum dazu, der die Verkaufsfläche fast um das Doppelte vergrößerte. Auch ihr Mitarbeiterteam hatte sich vergrößert. Zunächst wurde sie von einer Aushilfe unterstützt, später sei auch noch eine feste Mitarbeiterin dazugekommen. Der Standort in der Ortsmitte sei gut und bringe Laufkundschaft, die im Ort in den Geschäften oder auf dem Wochenmarkt einkaufen. Gleich neben dem Geschäft gebe es auch einige Parkplätze, die zurzeit vorübergehend wegen der Straßenbauarbeiten im Bereich der großen Kreuzung nicht genutzt werden können. Die Umbauarbeiten in der Ortsmitte, die voraussichtlich bis 2018 dauern werden, seien für die Geschäfte eine „Durststrecke“, die es durchzustehen gilt. Ein solcher Einschnitt sei auch die Schließung des Drogeriemarktes Schlecker gewesen: „Das haben wir am Rückgang der Kunden gemerkt.“ Umso wichtiger sei es, das Geschäft entsprechend den Kundenwünschen auf dem aktuellen Stand zu halten. So habe sie vor einigen Jahren angefangen, die Produkte aus dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern ins Sortiment aufzunehmen. Das sei so gut angekommen, dass sie weitere Produkte aus der Region dazu genommen hat. Inzwischen ist daraus ein richtiger Hofladen geworden, der in der zweiten Hälfte des Geschäftes untergebracht ist und gut angenommen wird, wie Tanja Frey berichtet. Angeboten werden inzwischen unter anderem auch Feinkostartikel von Heike Fehmel aus Mutterstadt und Sekt – „schön geschmückt mit einem Olivenzweig eignet er sich auch als Geschenk.“ Unter dem Motto „Blumen und mehr“ könnten die Kunden mittlerweile ein vielfältiges Sortiment an Geschenkartikeln finden. Im Bereich Blumen und Pflanzen wurde das Sortiment ebenfalls erweitert. Die Kunden erwartet eine große Auswahl fertiger Sträuße. „Wir stellen auf Wunsch auch Sträuße zusammen und binden sie“, merkt Tanja Frey an. Dazu biete sie einen Lieferservice für Mutterstadt und Umgebung an. Auch Tischdekoration für alle Anlässe kann bei Floristik Frey bestellt werden. Ebenso werden im Auftrag von Kunden Friedhofsschalen entworfen und bepflanzt. Ihren Stil habe sie im Lauf der Jahre weiterentwickelt: „Natürlichkeit mit Pep“ – so würde sie ihre Floristik charakterisieren: „Wir verbinden natürliche und andere Materialien wie Draht und Perlen miteinander“, beschreibt Tanja Frey ihre Arbeiten. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe sich die Floristik ebenso wie die Mode verändert, weiß die Floristmeisterin. Ein Beispiel sei die Nelke, die früher als Friedhofsblume gegolten habe: „Heute wird sie auch gerne mal im Strauß verschenkt.“ Info Floristik Tanja Frey, , Oggersheimer Straße 4 bis 8, 67112 Mutterstadt, Telefon 06234 4673 |mmö