Ludwigshafen Vom Schlimmsten verschont geblieben
«Edigheim.»Bei schönstem Frühsommerwetter haben die Edigheimer Rheinfischer von Donnerstag bis Sonntagabend ihr Rheinfischerfest gefeiert. Hervorragend sei es gelaufen, bilanzierte der Vereinsvorsitzende Sven Geibel. Geregnet habe es nur in der Nacht.
Glimpflich kamen die Rheinfischer in der Nacht auf Freitag davon. Das Gewitter, das mit Sturzregen und Sturmböen in der Vorderpfalz wütete, riss zwar die Nachtwache aus ihrer Ruhe und brachte sie gehörig auf Trab, doch größere Schäden konnten verhindert werden. „Ein ehemaliger Schichtmeister und seine Truppe, die hatten die Situation schnell im Griff“, berichtet Vereinsvorsitzender Sven Geibel. Der Strom sei ausgefallen und ein paar Steckdosen defekt, aber sonst alles heil geblieben. Geibel war froh darüber, dass auf dem Vereinsgelände vor Jahren schon der Boden aufgeschottert wurde. Das erleichtere das Versickern des Wassers, das immerhin von drei Seiten in das in einer Mulde liegende Wäldchen läuft. Am Freitagmorgen herrschte wieder eitel Sonnenschein, später stieg der beliebte Seniorennachmittag. „Unsere Rentner bekommen da ein Fischbrötchen oder ein Stück Kuchen gratis“, erzählt Geibel. Für das Helferteam sei der Samstag mit der offiziellen Eröffnung immer Großkampftag. Von Donnerstag bis Samstag unterhielt diesmal das beliebte Tanz- und Unterhaltungsmusik-Duo New Mercurys die Gäste. Wer lieber nicht tanzt, konnte in schönem Ambiente unter mächtigen Pappeln oder im Zelt beisammensitzen und schlemmen. Am Sonntagmittag taten das unter anderem die Edigheimer Karl und Petra Mappes – und zwar auf dem Heimweg vom Strohhutfest. „Bier gut, Fisch gut, was will man mehr?“, fragte Karl Mappes. Und gute Unterhaltung gebe es auf dem Fest auch. Dieter Rost aus Oppau war von der guten Bedienung angetan. Das fast 80-jährige Vereinsmitglied lobte, dass es nicht für Bons und Getränke anstehen musste. Das Hans-Geibel-Gedächtnisfischen, das früher sonntagsmorgens an der Rheinpartie zwischen Landeshafen und Theodor-Heuss-Brücke ausgerichtet wurde, findet nun eine Woche später statt. Viele Helfer sind nämlich auch aktive Angler. „Die wollen einfach mal in Ruhe Angeln und nicht gleich wieder zum Fest zurückeilen müssen, um dort weiterzuarbeiten“, meint der stellvertretende Vereinsvorsitzende Walter Gönnheimer. Am letzten Festtag ist das Team aus 35 Helfern ohnehin voll gefordert. „Über Nacht bauen wir alles ab“, berichtet Sven Geibel, am Morgen komme dann die Ablösung und bis Mittag sei alles geschafft.