Ludwigshafen Volleyball: Zittersieg bezahlt Mutterstadt teuer

MUTTERSTADT. Der SC Mutterstadt hatte wieder einmal die besseren Nerven. In einer packenden Partie gewann das Team von Coach Ralph Bösling am Wochenende bei der TS Germersheim mit 3:2 (25:17, 25:17, 20:15, 26:24, 19:17).
Eine sichere Annahme und gute Angriffe über alle Positionen waren in Durchgang eins und zwei der Schlüssel zum Erfolg. Allerdings mussten Mutterstadts Damen den Sieg teuer bezahlen. Beim Spielstand von 18:13 knickte Michelle Müller nach einer Blockaktion ohne Fremdverschulden um und musste mit Verdacht auf Bänderriss oder starker Bänderdehnung das Spielfeld verlassen. Isa Harder gab daraufhin ihr Debüt in der Oberliga. Germersheim wusste die Situation in dieser Phase des Spiels noch nicht auszunutzen und machte dem SCM das Leben bis zum Satzgewinn leicht. Die taktischen Umstellungen von Germersheim sollten sich für die Gastgeberinnen auszahlen. Durchgang drei ging an die Turnerschaft. Im vierten Satz lag Mutterstadt durchweg vorne. Es gelang ihnen aber nicht, die 19:16-Führung auszubauen, stattdessen pirschte sich Germersheim heran. Ein verschlagener Aufschlag und ein unglücklicher Ball baute die TS Germersheim auf. Und so ging der vierte Satz an die Südpfälzerinnen. Im entscheidenden fünften Durchgang begann Mutterstadt stark: 8:3. „Vielleicht war es ein Netzroller von Germersheim, der unsere Einstellung ins Wanken brachte. Man weiß es nicht. Was wir aber wissen, dass wir uns prompt mit flatternden Nerven auf dem Spielfeld befanden“, sagte Bösling. Germersheim witterte Morgenluft, kam Punkt für Punkt heran und hatte beim 15:14 den ersten Matchball, beim 17:16 den Zweiten. Der SCM drehte die Partie noch. Mutterstadt bleibt zwei Spieltage vor dem Ende auf dem vierten Tabellenplatz. Am 12. März spielt der SCM in Oberbiber, am 20. März haben die Bösling-Damen zum Saisonabschluss die VSG Saarlouis zu Gast. (kia)