Ringen VfK Schifferstadt und WKG Pfalzstark vor dem Derby

Hasan Yilmaz (VfK, unten) gewann den Hinkampf gegen WKG-Ringer Nariman Asadzade.
Hasan Yilmaz (VfK, unten) gewann den Hinkampf gegen WKG-Ringer Nariman Asadzade.

In der Rheinland-Pfalz-Liga der Ringer steht das Derby an: Die WKG Pfalzstark erwartet den VfK Schifferstadt. Dafür steht sogar ein Umzug an.

„Keine Experimente!“ Mit diesem Slogan trat die CDU 1957 mit dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer im Bundestagswahlkampf an und gewann das Rennen um die Sitze in Bonn gegen die SPD mit ihrem höchsten Ergebnis in der Geschichte. „Keine Experimente“ heißt es vor dem Lokalderby der Rheinland-Pfalz-Liga der Ringer auch für den Tabellenzweiten VfK 07 Schifferstadt, der am Samstag, 19.30 Uhr, im Judomaxx in Speyer im Derby bei der WKG Pfalzstark zum Rückrundenkampf antreten muss. Der Kampf wurde von der zunächst vorgesehenen Speyerer AV-Ringerhalle ins die Halle des JSV Speyer verlegt, weil dort die Zuschauer bequemer unterzubringen sind als beim AV 03 Speyer.

Nimmt man den Hinrundenkampf als alleinigen Maßstab, ist der VfK 07 Schifferstadt am Samstag haushoher Favorit: Die Mannschaft von Trainer Erol Bayram gewann am 4. Oktober vor rund 600 Zuschauern mit dem Rekordergebnis von 40:0 Punkten. Wie gut die Schifferstadter derzeit drauf sind, beweist auch ihr jüngster Sieg mit 38:0 Punkten gegen die völlig überforderte WKG Metternich/Rübenach/Boden. Dennoch: „Wir werden in Speyer mit unserer stärksten Mannschaft auf die Matte gehen. Es gibt keinerlei Experimente,“ kündigt der optimistische VfK-Vorsitzende Thorsten Libowsky an, ohne seinem Trainer Erol Bayram bei der Mannschaftsaufstellung vorgreifen zu wollen.

Stilartwechsel als Vorteil

Libowsky rechnet damit, dass auch Gegner WKG Pfalzstark mit einer stärkeren Mannschaft als bei dem Debakel in der Vorrunde in Schifferstadt antreten wird. „Es dürfte auf gar keinen Fall wieder ein solches Ergebnis wie im ersten Kampf zustandekommen, nicht annähernd“, glaubt Libowsky, der jedoch von einem Sieg seiner Mannschaft ausgeht. Zumal der VfK 07 Schifferstadt wegen des Stilartwechsels in der Rückrunde mit einer stärkeren Mannschaft antreten kann als in der Vorrunde. Auch für WKG-Trainer Markus Scherer sind die Karten klar verteilt: „Der VfL Bad Kreuznach und der VfK 07 Schifferstadt sind die beiden stärksten Teams der Rheinland-Pfalz-Liga. Sie werden den Meistertitel unter sich ausmachen.“

Die Schifferstadter haben bis zum letzten Kampftag am 13. Dezember gegen den ASV Mainz 88 II an jedem Wochenende „volles Programm“. Nach dem Lokalderby bei der WKG Pfalzstark am Samstag folgt der Heimkampf gegen den Vorjahresmeister und derzeitigen Tabellendritten Alemannia Nackenheim (29. November), dann geht es zum alles entscheidenden Kampf beim VfL Bad Kreuznach am Nikolaustag (6. Dezember), zu dem der VfK möglicherweise einen Fanbus einsetzen wird. „Keine Experimente“ – das gilt für den VfK 07 Schifferstadt auch für alle nach dem Derby folgenden Kämpfe. Damit am 13. Dezember nach dem letzten Heimkampf in Schifferstadt der Meistertitel gefeiert werden kann.

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