Ludwigshafen
Verleiher Bird geht mit 100 E-Scootern an den Start
Das US-Unternehmen Bird mit europäischem Sitz in Amsterdam geht in der Pfalz künftig auch in Kaiserslautern an den Start. „Wir glauben, dass es auch in mittelgroßen Städten das Kundenpotenzial für zwei Anbieter gibt“, sagt Axel Jung (32), der in Neustadt an der Weinstraße geboren wurde und mittlerweile in der Bird-Europazentrale arbeitet.
Bereits seit Sommer 2019 verleiht der Konkurrent Tier Mobility die E-Scooter in der Region. Die Firma Bird ist trotzdem zuversichtlich, auf dem Markt Fuß zu fassen. „Wir haben Roller aus unserer Eigenproduktion, die eine längere Haltbarkeit haben, eine bessere Bereifung, breitere Trittbretter, einen stärkeren Akku und somit den Kunden ein besseres Fahrerlebnis bieten“, wirbt Jung.
Gleiches Prinzip
Das Prinzip bei der Ausleihe ist gleich: Der Kunde registriert sich per Smartphone, kann damit den Roller freischalten und rechnet die Strecke ab, die er fährt. Mit der Stadtverwaltung Ludwigshafen hat Bird genau wie Tier Mobility eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet. Darin ist geregelt, dass die Scooter nicht überall abgestellt werden dürfen, so zum Beispiel in Parkanlagen. Dies soll verhindern, dass die Roller dort herumliegen und zum Problem werden. Eigens ausgewiesene Abstellflächen gibt es jedoch nicht.
Bird will die Scooter auch nachts nicht einsammeln, um sie morgens an zentralen Punkten in der Stadt aufzustellen. „Das verbessert die Ökobilanz. Wir greifen nur ein, wenn wir von der Stadt gemeldet bekommen, dass ein Scooter eine Behinderung darstellt“, sagt Firmensprecher Jung. Der Zeitpunkt für den Start mit dem Rollerverleih sei jetzt nach dem Ende des Corona-Lockdowns günstig. Denn der Berufsverkehr laufe langsam wieder an. Bird wolle mit seinen Scootern in der Stadt eine Alternative zum Auto sein. Gestartet werde mit 100 Rollern – je nach Nachfrage, könnten es auch mehr werden.