Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Verkehrsknotenpunkt im Norden wird drei Monate lang umgebaut

Staufalle: von der Langgartenstraße auf die Friesenheimer Straße.
Staufalle: von der Langgartenstraße auf die Friesenheimer Straße.

Im kommenden Frühjahr müssen sich viele Pendler im Norden auf Staus in Richtung BASF einrichten. Denn am Knotenpunkt Langgarten- und Brunck-/Friesenheimer Straße wird es einen dreimonatigen Umbau geben. Die Planungen dafür sind noch nicht ganz abgeschlossen und müssen noch genehmigt werden.

Ziel des Umbaus der Kreuzung ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere für Radfahrer und Fußgänger, aber auch für Autofahrer zu erhöhen. Rund 800.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Damit sollen auch Rad- und Gehwege saniert und neu angelegt werden.

Während bisher der Verkehr an der Kreuzung lediglich durch Schilder geregelt wurde, soll im kommenden Jahr eine neue Ampelanlage für insgesamt 135.000 Euro mehr Sicherheit gewährleisten. „An dieser Stelle gab es vermehrt Unfälle“, berichtet Christian Schreider (SPD), Mitglied im Bau- und Grundstücksausschuss. Vor allem im Feierabendverkehr stauten sich Autos in der Langgartenstraße und preschten irgendwann entnervt auf die vorfahrtsberechtigte Friesenheimer Straße, wenn sich dort auch nur eine kleine Lücke im Verkehrsstrom bot.

Zwei Ampeln geplant

Solche Szenen sollen bald der Vergangenheit angehören. Zwei Ampelanlagen sollen dabei helfen. Eine Ampel regelt den Verkehr von Fußgängern und Radfahrern über die Langgartenstraße und die andere den Weg über die Brunck-/Friesenheimer Straße – ebenfalls für Fußgänger und Radfahrer. Und natürlich wird auch der Verkehrsfluss der Autos damit gesteuert.

Ein Kreisel statt der Ampeln wurde von den Planern bereits ausgeschlossen. Der Rückstau sei aufgrund des Verkehrsaufkommens (bis zu 40.000 Autos am Tag) nicht zu bewältigen, erklärt Frank Neuschwander vom Tiefbauamt der Stadt. Durch dieses hohe Verkehrsaufkommen dürfte allerdings ein Rückstau auch während des Umbaus der Kreuzung nahezu sicher sein. Dies sei unvermeidbar, meint Neuschwander „Wir werden, soweit dies möglich ist, die Eingriffe in den Verkehr auf das absolut notwendige Maß begrenzen.“

Viele Pendler unterwegs

Auch nach dem Umbau dürfte sich keine große Reduzierung des Verkehrs und des damit verbundenen Rückstaus einstellen, räumen die Experten der Stadt ein. Die Ursache dafür sei das hohe Verkehrsaufkommen durch Pendler in Berufsverkehrszeiten am Morgen und Abend. Die Situation könne sich nur verbessern, wenn der Verkehr reduziert wird.

Das erhofft sich der stellvertretende Friesenheimer Ortsvorsteher Schreider dadurch, dass Pendler auf Busse und Bahnen umsteigen. „Die BASF hat in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) ein Jobticket erstellt. Ich hoffe, dass sich das einige überlegen“, sagt der Sozialdemokrat.

Neuer Radweg an der Langgartenstraße

Ein wichtiges Projekt ist auch der Bau eines Fuß- und Radwegs in der Langgartenstraße von der Kreuzung bis zum Freibad. Vorher muss die Stadt Ludwigshafen jedoch noch mit dem Grundstückseigentümer einig werden, um einen Geländestreifen neben der Allee dafür zu kaufen. „Der Grundstückseigentümer wurde bereits informiert. Die notwendigen Grunderwerbsverhandlungen sind jedoch erst nach stadtinterner Genehmigung der Maßnahme möglich“, erklärt Frank Neuschwander.

Die Landespflegebehörde hat bereits die Fällung zweier Bäume genehmigt, die ebenfalls auf dem Grundstück stehen. „Das ist ein großer Wermutstropfen. Wir haben aber schon über einen Ausgleich gesprochen“, sagt der Friesenheimer Schreider. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gehe jedoch vor.

Termin

Das Projekt beschäftigt am Montag, 17. August, den Bau- und Grundstücksausschuss, der die Pläne nun noch genehmigen muss.

Ein neuer Radweg ist geplant.
Ein neuer Radweg ist geplant.
x