Ludwigshafen Verhängnisvolle Standardschwäche
Frankenthal. Die Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen wurde den Fußballern des ESV Ludwigshafen zum Verhängnis. Die Eisenbahner verloren gestern das erste von zwei Aufstiegsspielen zur Bezirksliga Vorderpfalz. Gegen die TSG Deidesheim unterlag der ESV mit 1:3 (0:1). Am Montag, 19 Uhr, nun spielt Ludwigshafen gegen Freimersheim in Gonsenheim.
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit ein paar gute Möglichkeiten herausgespielt. Leider haben wir uns da aber nicht für unseren Aufwand belohnt“, trauerte ESV-Trainer Bernhard Grätz den vergebenen Chancen hinterher. Nur waren die ersten 45 Minuten aus spielerischer Sicht kein Leckerbissen. Wenn etwas beim ESV nach vorne ging, dann über den agilen, im Abschluss aber oft zu hastig agierenden, Ali Burc. Dreimal innerhalb kurzer Zeit hatten die Ludwigshafener den Torschrei auf den Lippen, doch Burc scheiterte entweder an TSG-Torwart Michael Luetzel (28.) oder setze den Ball neben das Tor (19., 24.). Deidesheim zeigte, wie es besser ging. Da der ESV eine Freistoßflanke nicht aus dem eigenen Strafraum bekam, markierte Alexander Schubing die 1:0-Führung (33.). Grätz reagierte daraufhin in der Halbzeitpause. Für den angeschlagenen defensiven Mittelfeldspieler Besart Hyseni kam der ebenfalls nicht fitte Stürmer Kevin Müller in die Partie. „Kevin hat für die Aufstiegsspiele extra seinen Urlaub abgesagt. Jedoch ist er angeschlagen. Er hat aber auf die Zähne gebissen und alles gegeben“, lobte Grätz. Die Hereinnahme sollte sich schon nach wenigen Minuten bezahlt machen. Nach einem langen Ball war Müller auf und davon und schob den Ball an Luetzel vorbei ins Tor – 1:1 (53.). Die nun mit deutlich Oberwasser spielenden Eisenbahner verpassten es allerdings nachzulegen. Hasan Yüceer beasß dabei die beste Möglichkeit, als er völlig freistehend am Tor vorbeiköpfte (55.). So kam es wie es kommen musste: Der am langen Pfosten alleingelassene Schubing brachte seine Farben nach einem Eckball zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung (60.) – ein schmeichelhafter Vorsprung. Ein Schock, von dem sich der ESV nicht mehr erholen sollte. Tim Speiger setze mit einem direkt verwandelten Freistoß den Deckel drauf (67.). „Wir haben bei den Standards einfach gepennt. Nach dem 2:1 für Deidesheim war bei uns ein Bruch drin und die Jungs haben die Köpfe hängen lassen“, ärgerte sich Grätz. Ans Aufgeben denkt der Übungsleiter aber noch nicht. „Wir werden uns gegen den drohenden Nicht-Aufstieg solange es geht dagegenstemmen“, meinte er. Am Montag 19 Uhr, hat seine Mannschaft in Gonsenheim gegen den FSV Freimersheim die Gelegenheit seine Worte umzusetzen. SO SPIELTEN SIE TSG Deidesheim: Luetzel - Enzenauer, Speiger, Wageck, Deimel - Benkler, Gillmann (52. Fellberg) - Lisson (90.+1 Reffert), Schubing, Seckinger (88. Anslinger) - Ehrenpreis ESV Ludwigshafen: Provo - Toraman (50. Zuber), Ristic, Ülker, Rajab - Kuanga, Hyseni (46. Müller) - Hasan Yüceer (64. Sinan Yüceer), Haile, Buttaccio - Burc Tore: 1:0 Schubing (33.), 1:1 Müller (52.), 2:1 Schubing (60.), 3:1 Speiger (67.) – Gelbe Karten: Benkler, Enzenauer – Toraman, Buttaccio, Sinan Yüceer, Zuber – Beste Spieler: Schubing, Benkler, Deimel - Burc, Ristic, Kuanga - Zuschauer: 550 - Schiedsrichter: Dücker (Worms).