Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Vergangenheit beim FCK: Chris Chorrosch neuer Arminia-Trainer

Soll die verjüngte Arminia-Mannschaft anführen: Kapitän Nico Pantano (rechts).
Soll die verjüngte Arminia-Mannschaft anführen: Kapitän Nico Pantano (rechts).

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat einen neuen Trainer. Chris Chorrosch, der bislang die A-Junioren des Ludwigshafener SC anleitete, übernimmt ab der kommenden Saison. Damit einher geht ein Strategiewechsel.

„Wir wollen einen neuen Weg beschreiten und einem jungen Trainer eine Chance geben, etwas aufzubauen“, sagt Arminia-Sportchef Markus Impertro. Ganz neu ist die Idee nicht, denn Vorgänger Andreas Brill war nur wenig älter als der 35-jährige Chorrosch, als er den FCA übernahm. Auch für ihn war es die erste Oberligastation. Neu ist allerdings, dass der Coach bislang noch nicht im Männerbereich tätig war.

Es gibt einige Gründe, die für Chorrosch sprechen und ihn zu einem hoch interessanten Mann für diese Aufgabe machen. Der Verkaufsleiter in einem Einzelhandelsunternehmen hat fünf Jahre lang erfolgreich die A-Junioren des LSC in der Regionalliga trainiert, unzählige Talente entdeckt, gefördert und weiterentwickelt. In dieser Saison belegte die Mannschaft Platz fünf. „Chris hat ein riesiges Netzwerk. Er kennt in der Region quasi jeden Spieler im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Davon hoffen wir profitieren zu können“, sagt Impertro. Er habe gespürt, dass der neue Coach Feuer und Flamme sei und für die neue Aufgabe brenne. Das Ziel: Die Arminia will den Kader deutlich verjüngen.

Vertrag für ein Jahr

Möglich war die Verpflichtung, die zunächst für ein Jahr gilt, nur, weil Chorrosch aus seinem Vertrag beim LSC dank einer Freigabeklausel aussteigen konnte. „Der Verein wusste, dass ich gehen könnte, wenn ein Oberligist oder ein Nachwuchsleistungszentrum anklopft“, verdeutlicht der Trainer. Schwierig sei es trotzdem, denn er habe bereits A-Junioren-Spieler für die Serie 2024/25 geholt, die jetzt ihren ersten Ansprechpartner verloren haben.

Neuer Arminia-Trainer: Chris Chorrosch.
Neuer Arminia-Trainer: Chris Chorrosch.

„Ich favorisiere den Ballbesitz, möchte, dass das Team strukturiert gegen die Kugel arbeitet, will mich aber an der Qualität der Mannschaft orientieren“, sagt der neue Coach. Priorität habe eine stabile Defensive, um die Gegentorflut einzudämmen. Größere Kompaktheit und stimmige Abstände seien wichtig. Lang geschlagene Bälle mag er nicht. „Ich muss mir die Akzeptanz von Spielern und Umfeld erst verdienen und behutsam neue Dinge einführen“, erklärt Chorrosch. Er kommt zwar verbindlich und nahbar rüber, hat aber klare Vorstellungen und scheut sich nicht, diese zu kommunizieren. Er will sich mit dem früheren Arminia-Trainer Marco Laping treffen. Mit Andreas Brill, mit dem er einst zusammen beim LSC in der Verbandsliga spielte, gibt es schon lange einen regen Austausch.

Ehemaliger U15-Nationalspieler

Chorrosch selbst hat in der Jugend unter anderem beim LSC gespielt. Er war U15-Nationalspieler und bestritt sieben Junioren-Länderspiele. Für den 1. FC Kaiserslautern lief der defensive Mittelfeldspieler in A- und B-Junioren-Bundesliga sowie danach noch zwei Jahre im Regionalligateam auf. Ein Kreuzbandriss warf ihn weit zurück. Für den LSC spielte er danach in der Verbandsliga, vereinte spielerische Klasse mit großem Siegeswillen und erstklassiger Mentalität. Ein paar Stationen in der Region schlossen sich an.

Mit der Verpflichtung von Chorrosch lässt sich die gewünschte Verjüngung erreichen. Die Junioren Hasan Yalcinkaya (LSC) und Peter Noé (FC Speyer 09) hatte der FCA schon verpflichtet. Jetzt kommen Adnan Rizvanovic und Jannik Dörr (beide LSC) hinzu. „Außerdem werden Martin Amoako und Marvin Takpara vom ASV Fußgönheim dazustoßen“, informiert Chorrosch. Dafür muss etwas Platz im Kader geschaffen werden. Nach Daniel Fichtner (Fußgönheim) verlassen auch Laurenz Graf (VfR Wormatia Worms), Fabian Herchenhan (TSG Pfeddersheim) und Sebastian Lindner, der Trainer beim südhessischen Verbandsligisten VfR Fehlheim wird, die Arminia. Weitere Akteure werden folgen. Dagegen hat Giuliano Cultrera um ein Jahr verlängert.

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