Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Verein Hof.Kultur veranstaltet erstes Festival

Der Speyerer Autor Stefan Hornbach liest auf dem Alten Friedhof aus seinem Debütroman „Den Hund überleben“.
Der Speyerer Autor Stefan Hornbach liest auf dem Alten Friedhof aus seinem Debütroman »Den Hund überleben«.

Einen Raum für Begegnungen und Austausch an Orten schaffen, die nicht für Veranstaltungen kultureller Art gedacht waren – das hat sich der im Juli 2021 gegründete Verein Hof.Kultur auf die Fahnen geschrieben. Nun lädt der Verein vom 26. bis zum 28. Mai zu seinem ersten Festival nach Mutterstadt ein.

„Es wird ein schönes vielfältiges Programm geben, bei dem für alle etwas dabei ist“, sagt Elias Weinacht im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Neben Melanie Wieser und Karin Dyk gehört er zum Vorstandstrio des Vereins. Unter dem Motto: „Kompass Europa: Ostwind“ steht dabei der interkulturelle Austausch mit östlichen Gebieten im Vordergrund. Das Festival in Mutterstadt findet in Kooperation mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz 2022 statt.

Start ist am Donnerstag, 26. Mai. Mit zwei Programmpunkten für die Kleinsten wird Clownin Lakritze für gute Laune sorgen. Mit „Der kleine Maulwurf“ wird dem jungen Publikum im Open-Air-Kino ein tschechischer Kinderfilm nähergebracht. Am Abend gibt das Duo Akklaba Lieder der Balkanhalbinsel, Gipsy-Songs und jüdischen Klezmer zum Besten. Am Freitag, 27. Mai, entführt Liedermacherin Louise Lotte Edler mit überraschenden Liedern in eine Welt der „Geschichten, die das Leben schreibt“. Ab 20.30 Uhr wird dann im Open-Air-Kino der Film „Alles ist erleuchtet“ präsentiert, der eine fiktive Suche nach Rettern von Juden in der Ukraine thematisiert.

Historische Kulisse

Am Samstag, 28. Mai, liest der Speyerer Autor Stefan Hornbach in der historischen Kulisse des Alten Friedhofs aus seinem Debütroman „Den Hund überleben“. Dabei handelt es sich um eine Geschichte über Freundschaft und Familie, Jungsein und Krankheit. Im Anschluss vermittelt der Historische Verein im Rahmen einer Führung Wissen über besondere Gräber und die Vergangenheit dieses „emotionalen“ Veranstaltungsorts. Zum Abschluss des Festivals wird noch einmal Freiluftkino geboten. Der Dokumentarfilm „This rain will never stop“ beschreibt die Flucht eines jungen Syrers in die Ostukraine, der Heimat seiner Mutter. Dort angekommen, holte ihn jedoch der Konflikt mit Russland ein.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen, die wechselweise in der Scheune der Familie Kaiser (Speyerer Straße 73) oder der Familie Weinacht (Schulstraße 23) oder auf dem Alten Friedhof (Friedhofstraße 19) stattfinden, ist frei. Neben dem Kulturprogramm gibt es laut Organisator Elias Weinacht „etwas Schönes zum Essen und Trinken“. Außerdem sei viel Platz vorhanden, um im Zweifel auch Abstände einzuhalten. Wichtig ist ihm, durch das Festival auch im übertragenen Sinne Türen zu öffnen und lebendige Orte der Begegnung und des Austausches entstehen zu lassen. Dies sei unabdingbar für eine sich seiner Meinung nach immer wieder verändernde und neu entwickelnde Kultur. Sein damit verbundener Wunsch: „Verweilen, quatschen und genießen!“

Noch Fragen?

Weitere Informationen zum Verein und das komplette Programm gibt es im Internet unter www.hof-kultur-mutterstadt.de.

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