Mannheim / Heidelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Verbund zweier Kliniken „mit internationaler Strahlkraft“

Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten (von links) Mannheims OB Christian S
Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten (von links) Mannheims OB Christian Specht, Professor Hanns-Peter Knaebel, Frauke Melchior, Sandra Henek und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski symbolisch die Verträge, die den Verbund der beiden Häuser besiegeln.

Der Verbund der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim ist zum Jahreswechsel offiziell gestartet. Was hinter der Kooperation steckt.

Minister, Oberbürgermeister, Rektoren und Vorstandsvorsitzende waren Anfang der Woche an den Neckar gekommen, was die Bedeutung der Kooperation unterstreicht: Mit der feierlichen Auftaktveranstaltung im Hörsaal der Kopfklinik Heidelberg hat der Verbund der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim seine Arbeit aufgenommen. In Heidelberg und Mannheim entstehe damit ein gemeinsamer Standort für universitäre Medizin und Lebenswissenschaften „mit nationaler und internationaler Strahlkraft“, hieß es. Der Verbund stehe für Spitzenmedizin auf höchstem Niveau, hochwertige Ausbildung, Spitzenforschung und attraktive Arbeitsplätze.

Fahrt im Sonderzug

Auf einer gemeinsamen Fahrt von Mannheim nach Heidelberg in einem Sonderzug unterzeichneten Vertreter der beteiligten Einrichtungen symbolisch die Verträge, die den Verbund der beiden Häuser besiegelten. Den Abschluss bildete eine Feierstunde auf dem Medizin-Campus in Heidelberg mit rund 400 geladenen Gästen aus Politik und Gesundheitswesen sowie Förderern und Mitarbeitern der beiden Universitätskliniken.

Das Uniklinikum Heidelberg hat die Mehrheit der Gesellschaftsanteile der Uniklinikum Mannheim GmbH von der Stadt Mannheim offiziell bereits zum 1. Januar übernommen. Mit dem Verbund entsteht eines der größten Universitätsklinikum Europas und ein bundesweit herausragender universitärer Maximalversorger.

Gemeinsam mit der Exzellenzuniversität Heidelberg, ihren beiden Medizinischen Fakultäten in Heidelberg und Mannheim sowie der Health und Life Science Alliance Heidelberg Mannheim soll der Verbund den Gesundheits- und Medizinstandort der Metropolregion Rhein-Neckar weiter stärken, für die Menschen in der Region und weit darüber hinaus.

Die Leitung des Verbunds hat zum 1. Januar Professor Hanns-Peter Knaebel als Vorsitzender des mit ihm nun sechsköpfigen Vorstands des Uniklinikums Heidelberg übernommen.

Stolze Ministerin

„Hinter uns liegen anstrengende Jahre der Verhandlungen. Aber was wir erreicht haben, macht mich stolz und sehr zuversichtlich. Wir haben ein medizinisches Vorzeigemodell geschaffen, das Lehre, Forschung und Versorgung auf ein neues Qualitätsniveau heben – und auch international große Beachtung finden wird“, sagte Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg. Gemeinsam werde der Verbund die so dringend benötigten Ärzte der Zukunft auf höchstem Niveau ausbilden und daran arbeiten, Volkskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden früher und besser zu erkennen und so wirksamer behandeln zu können. „Davon werden wir alle profitieren“, betonte die Grünen-Politikerin.

Mannheims OB Christian Specht (CDU) äußerte sich ähnlich euphorisch: „Von der medizinischen Vielfalt und Exzellenz an beiden Standorten profitieren nicht nur Patienten, Forschende und künftige medizinische Fachkräfte, sondern auch die Gesundheitswirtschaft in der Region und ganz Baden-Württemberg. Lassen Sie uns nun gemeinsam die Vision einer universitären Krankenversorgung und einer medizinischen Forschung und Lehre verwirklichen, die weit über die Region hinaus strahlt.“

„Ein Meilenstein“

Die Rektorin der Uni Heidelberg, Frauke Melchior, meinte: „Als medizinführende Exzellenzuniversität sorgen wir für eine hervorragende Ausbildung angehender Mediziner, generieren neueste Erkenntnisse in der patientennahen Forschung und tragen damit zu Behandlungserfolgen und zu Wertschöpfung im Gesundheitssektor bei. Unsere internationale Strahlkraft wird von der systematisch geförderten Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten, zwischen unserer Universität und ihren beiden Kliniken und mit unseren starken Partnern getragen. Die Gründung des Klinikverbunds ist ein Meilenstein auf unserem Weg zu einem der besten Standorte Europas.“

x