Ludwigshafen Völlig unabhängig zu den schönsten Orten
Urlaub an den schönsten Orten Europas machen, abseits von großen Touristen-Ansammlungen und dabei völlig unabhängig sein: Wenn Dark Bürgin, Inhaber der Firma Obek in Otterstadt von den Möglichkeiten, die ein Reisemobil bietet, erzählt, kommt er genauso ins Schwärmen wie Mitarbeiter Gerhard Klöpfel.
Ein Blick in den Hof der Firma, in dem etwa 60 bis 80 Reisemobile und Wohnwagen stehen, lässt verstehen warum: je nach Bedarf ist fast jeder Wunsch erfüllbar, angefangen vom kleinen Bus bis zum Luxus-Apartment auf Rädern. Wer zum ersten Mal mit der Entscheidung spielt, ein Wohnmobil zu kaufen, hat die Qual der Wahl. Grundsätzlich lassen sich vier Typen von Wohnmobilen unterscheiden, erklärt Klöpfel. Am kompaktesten ist der Kastenwagen. Das sind meist ausgebaute Kleintransporter oder eben der klassische VW-Bus, wie man ihn schon von früher kennt. Das Platzangebot ist begrenzt, trotzdem muss man nicht auf Mini-Küche, Dusche und WC verzichten. Der große Vorteil dieser Gefährte: Damit lassen sich auch kleine Straßen problemlos befahren. Besonders Familien mit Kindern schätzen die Alkoven-Fahrzeuge, weil sie zusätzlich Raum für Betten über dem Fahrerhaus haben. Da findet auch eine Familie mit vier Kindern noch Platz. Außerdem sind sie vergleichsweise kurz und relativ preiswert. „Wenn die Kinder dann aus dem Haus sind, steigen Paare oft auf ein teilintegriertes Reisemobil um“, weiß Klöpfel aus Erfahrung. Teilintegriert, weil die Fahrzeuge noch ein klassisches Fahrerhaus haben, sich die Fahrersitze aber umdrehen lassen und so Teil einer Sitzgruppe werden. Auch diese Fahrzeuge sind vergleichsweise preiswert. Ihr Nachteil: Gerade im Winter ist die Wärmedämmung nicht optimal, weil über das Fahrerhaus viel Wärme verloren geht. Vollintegrierte Reisemobile haben dieses Problem nicht. Sie haben kein klassisches Fahrerhaus mehr, bei ihnen ist alles aus einem Guss. „Das ist die Königsklasse“, sagt Bürgin und zeigt ein solches Luxus-Gefährt von innen: hinten ein Schlafzimmer mit freistehendem breiten Bett und Dusche, ein weiteres Bett ließe sich mit wenigen Handgriffen über den umgelegten Fahrersitzen herunterklappen. In der Mitte eine Küche mit Gas-Backofen, Herd, Spüle, Kühlschrank und Apotheker-Schränken und im vorderen Bereich eine gemütliche Sitzecke mit Flachbildschirm an der Wand. Außen im Fahrzeugheck befindet sich eine Garage, in der nicht nur Fahrräder sondern auch ein Motorroller Platz fänden. Im Prinzip ist fast alles möglich. „Es kommt auch darauf an, für wie viele Personen das Reisemobil gedacht, welche Ausstattung gewünscht und welches Budget vorhanden ist“, erklärt Klöpfel. Wer kein Reisemobil von der Stange oder ein gebrauchtes kaufen möchte, muss allerdings bis zu einem halben Jahr warten, bis er sein Wunsch-Fahrzeug bekommt. Deswegen hat Bürgin Standard-Modelle vorrätig, bei denen er auf Kundenwunsch in kurzer Zeit auch einiges verändern kann. Familien mit kleinen Kindern raten Bürgin und Klöpfel allerdings eher zu einem Wohnwagen und Urlaub auf einem Campingplatz. Das sei für die Kinder einfach schöner. Fahrer mit der alten Führerscheinklasse 3 dürfen Reisemobile bis 7,5 Tonnen Gewicht fahren. Wer den neuen Führerschein Klasse B hat, darf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren. Soll das Gefährt größer sein, ist ein Führerschein Klasse C1 erforderlich. An die großen Ausmaße eines Reisemobils gewöhnt man sich schnell, weiß Bürgin. Die Technik macht es leicht. Wer sich nicht sicher ist, ob ein Reisemobil das richtige für ihn ist, kann zunächst einmal eines mieten. (krx) Info Obek Wohnwagen-Handel und Service, Gotenstraße 2, Otterstadt, Tel.: 06232 53990, www.obek.de