Fussball
„Urlaubsproblem“ bei vielen Bezirksligisten

„Südwest war für uns eine absolute Wundertüte. Leon Lorenz kam ja von Südwest zu uns. Mit ihm habe ich zuvor auch gesprochen. Nicht einmal er kannte mehr als eine Handvoll Spieler“, berichtet LSC-Coach Sören Breininger. Überraschen konnte Südwest den Ludwigshafener SC jedoch nicht. Die Gastgeber gewannen auch in der Höhe verdient mit 4:1 (2:1) vor mehr als 200 Zuschauern.
„Rein sportlich waren wir nicht so gefordert. Man hat gesehen, dass wir nicht an unsere Grenzen gegangen sind“, sagt Breininger. Nicht einmal eine Minute dauerte es, bis LSC-Stürmer Nicola Maillet zur Führung traf. Diese wurde keine 60 Sekunden später durch Torben Lauer erhöht. Daraufhin wurde der Rest des Spiels zum Selbstläufer.
Ärger über den Spielplan
Die Freude mit einem Derby zu starten, war bei den Verantwortlichen aber alles andere als groß. Die Gründe dafür waren aber planerischer Natur. „In der Situation, in der wir waren – vier, fünf Stammspieler haben gefehlt – nicht“, gesteht der neue Coach der Gäste, Zdravko Barisic. Mit dem „Urlaubsproblem“ ist Südwest allerdings nicht allein. Nahezu jedes Team in der Liga ist betroffen und muss Woche für Woche den Kader umstellen. Auch der LSC. „Die Planungen vom Verband, eine Saison in der Ferienzeit zu beginnen, nach nur fünf Wochen Pause, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar“, ärgert sich Breininger.
Die Trainer müssen nun damit umgehen. Die kommenden Wochen werden daher für viele Teams ein munteres „Puzzlespiel“, wenn es darum geht einen Kader zusammenzustellen. Zahlreiche Spieler werden dann in Urlaub sein, berichten die Ludwigshafener Coaches. Das Gute ist: In dieser Saison gibt es 34 Meisterschaftsspiele und somit einige mehr, um auch nach einem schwierigen Saisonstart eine Kehrtwende zu schaffen.
„34 Spieltage – fast wie die Bundesliga“, freut sich Breininger. Zuletzt kamen die Teams auf 26 Begegnungen. In der Saison 2022/2023 spielen 18 Teams die Auf- und Absteiger aus. In den Augen Breiningers deutlich fairer als in der Vorsaison. Ungerecht sei zuletzt die Aufteilung für manche Teams gewesen, sagt der Coach des LSC. „Wenn du einen Punkt zu wenig hast nimmst du die Punkte nicht mit in die Auf- oder Abstiegsrunde“, erklärt Breininger. Dessen Punkte werden nun ganz sicher Bestand haben.