Ludwigshafen Um 5.31 Uhr sind alle im Ziel

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Aufgeregt durch die Nacht, das galt am Samstag für die Teilnehmer des Nachtorientierungslaufs beim Ortsverband Oppau-Edigheim-Pfingstweide des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Über 90 Teilnehmer machten auf der zwölf Kilometer langen Strecke zwischen Oppau und Oggersheim die Nacht zum Tag, lösten knifflige Aufgaben und hatten vor allem jede Menge Spaß.

„Wir wollten mal etwas anderes machen, weil zum ,Tag der offenen Tür’ zuletzt nicht mehr ganz so viele Leute gekommen sind“, berichtete Bereitschaftsleiter Patrick Hüter vom Organisatorenteam. Das Motto war deshalb schnell gefunden: „Ei, wonn ma jetzt ned laafen, ei wonn donn donn?“. Und der Erfolg gab dem Ortsverband Recht. Neun Gruppen und zwei Einzelstarter hatten sich für den Orientierungsmarsch mit eingebauten „Übungsstationen“ angemeldet, lösten Rätsel oder Aufgaben aus dem Alltag der Hilfsdienste und kämpften sich tapfer von Hinweis zu Hinweis wieder zurück ins Hauptquartier des Ortsverbands in der Edigheimer Straße. Um 20.45 Uhr machte sich die erste Gruppe auf die Socken, um 5.31 Uhr am nächsten Morgen überquerten die letzten Starter etwas müde, aber glücklich die Ziellinie. Die weiteste Anreise hatte das Jugendrotkreuz Klotten aus Cochem auf sich genommen. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, aber wir wollten unbedingt mal an einem Nachtorientierungslauf teilnehmen, deshalb haben wir uns im Internet erkundigt. Die meisten sind in Berlin oder Bayern. Da waren die 250 Kilometer nach Ludwigshafen praktisch ein Katzensprung“, berichtete Julia Nachtsheim lachend stellvertretend für die elf Teilnehmer von der Mosel, die bei den DRK-Kollegen aus Oggersheim untergebracht waren. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat und mit dem zweiten Platz belohnt wurde, knapp hinter den Startern aus Oggersheim, die damit ihren Heimvorteil eiskalt ausspielten. „Hoggersche“ hieß die Gruppe rund um den Oggersheimer Bereitschaftsleiter Benjamin Massar. „Hilfsorganisation aus Oggersheim“, übersetzte er den Namen, der grün gewandeten Truppe, die mit einem eigenen Versorgungswagen bestens ausgerüstet auf die Strecke gingen, aber das Ziel eigentlich schon vorab erreicht hatten: „Wir wollten auf alle Fälle viel Spaß haben und das Gemeinschaftsgefühl stärken“, erklärte Massar. Und das ging mit der Raterunde „Tabu“ gleich gut los, die von „Hoggersche“ mit beinahe überschäumendem Elan angegangen wurde. Nicht mehr ganz so spritzig, aber immer noch mit einem breiten Grinsen versprach er am frühen Sonntagmorgen, für den gewonnen Pokal einen Ehrenplatz in der Trophäen-Vitrine freizuräumen. Gleich mit zwei Gruppen war der Dürkheimer DRK-Ortsverband mit dabei, der Ortsverband Mitte war genauso vertreten, wie der Ortsverein Süd, und Hüter freute sich auch über die Teilnahme der Jugendfeuerwehr Oppau und des Arbeiter-Samariter-Bundes. „Wir arbeiten sowieso mit allen Hilfsorganisationen eng zusammen, deshalb ist es toll, dass sie bei einer solchen Veranstaltung auch dabei sind.“ Nur Einzelstarter Dieter Bardong war vor der ersten Aufgabe etwas enttäuscht, bei der er „der guten Fee das Licht wiederbringen“ sollte. „Ich hatte eigentlich eher an einen sportlichen Lauf gedacht, als ich mich angemeldet habe“, verriet er. An seinem Ehrgeiz änderte das aber nichts. Platz vier war Lohn für ihn und seinen Partner, knapp geschlagen vom ASB, aber vor der Jugendfeuerwehr. „Und verloren gegangen ist uns auch keiner“, freute sich Hüter über eine rundherum gelungene Veranstaltung.

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