Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Training mit Profi- und Spaßfaktor

Eulen-Kreisläufer Sergej Gorpishin (Zweiter von links) versucht, einen A-Jugendspieler an einem Angriff zu hindern.
Eulen-Kreisläufer Sergej Gorpishin (Zweiter von links) versucht, einen A-Jugendspieler an einem Angriff zu hindern.

Ein ganz besonderer Abend für die A-Jugend der HSG Mutterstadt/Ruchheim: In ihrem Training am Dienstagabend haben sie prominenten Besuch von zwei Profis der Eulen Ludwigshafen. Das kommt bei den Jugendlichen richtig gut an.

„Gute Aktion!“: So ein Lob ist in einem Training einer Handball-A-Jugendmannschaft sicher öfters zu hören. Doch in diesem Fall ist das Lob etwas Besonderes. Denn es kommt von Marc-Robin Eisel, Zweitliga-Profi bei den Eulen Ludwigshafen. Und es gilt einer gelungenen Angriffsaktion eines Spielers der A-Jugend der HSG Mutterstadt/Ruchheim. Denn der 23-jährige Eisel und sein neuer Eulen-Teamkollege Sergej Gorpishin sind am Dienstagabend als Gäste beim Training der von Luca Krause trainierten A-Jugend dabei.

Im Rahmen der gemeinsamen Aktion „Triff Deinen Star“ der RHEINPFALZ und der Eulen Ludwigshafen konnten sich Jugendhandballer aus der Pfalz für einen Besuch der Eulen Ludwigshafen in ihrem Training bewerben. Und dabei wurde die HSG Mutterstadt/Ruchheim als Gewinner ausgelost. Angemeldet für die Aktion hatte sein Team, das in der Pfalzliga spielt, der 16-jährige Fynn-Lennart Kelleter. Wie er darauf kam? „Durch meine Mutter“, sagt der Gymnasiast. „Die hatte die Anzeige gesehen. Und ich habe dann abends die Bewerbung gemacht.“ Mit Erfolg.

Eisel gibt Torwart Knapp Tipps

Beim Warmmachen der elf A-Jugendspieler, die am Dienstagabend im Training sind, stehen die beiden Eulen-Profis noch an der Seite, unterhalten sich dabei mit Co-Trainer Ralf Paulick. Doch es ist ihnen da schon anzusehen, dass sie gerne mit ins Geschehen eingreifen wollen, sich einbringen wollen. Als die Jugendlichen Angriffe über Außen üben, geht Eisel dann auch mal ans Tor und unterhält sich mit Torwart Oliver Knapp. „Er hat mir ein paar Tipps gegeben, wie ich verschieben kann oder dass ich auch mal eine Ecke anbieten soll“, berichtet der 18-jährige Knapp, der nach diesem Schuljahr sein Abitur in der Tasche haben will. „Das hat mir gut geholfen, denn die nächsten beiden Würfe waren dann gleich nicht drin.“

Mittendrin im Training sind kurz darauf auch beide Eulen-Profis. Zunächst als Abwehrspieler bei Angriffsübungen der Jugendlichen. Für Heiterkeit sorgt eine Anweisung von Trainer Krause: „Du musst ihn wegblocken“, ruft der 25-Jährige seinem Spieler zu, der es am Kreis mit Gorpishin zu tun bekommt. Nur ist der 25-jährige Eulen-Neuzugang mit seinen zwei Metern Körpergröße einen Kopf größer als sein Gegenspieler. Jedenfalls ist der Ehrgeiz der Jugendlichen geweckt. „Ich habe gerade aus der Runde gehört: Können die mal ernst machen in der Verteidigung?“, sagt Trainer Krause, begleitet von Gelächter. Das machen Eisel und Gorpishin dann auch, und schon kommen die A-Jugendspieler nicht mehr so leicht zum Abschluss. Aber sie schaffen es doch einige Male. Und dafür gibt es das eingangs erwähnte Lob.

Jugendspieler wollen zeigen, was sie können

Dann werden die Rollen getauscht. Jetzt agiert Gorpishin in seiner gewohnten Rolle als Kreisläufer, während Rückraumspieler Eisel Bälle zuspielt, Tipps zu Bewegungen gibt oder auch mal anmahnt, dass der „Mittelmann nicht zu hektisch“ agieren solle. Alle Beteiligten haben sichtlich Spaß, den A-Jugendlichen ist dabei anzusehen, dass sie den Profis zeigen wollen, was sie drauf haben. „Klasse Olli“, schallt es durch die Halle, als Torwart Knapp einen Ball von Gorpishin pariert, was dem 18-Jährigen ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht zaubert.

Dann ist das Training auch schon vorbei, Eisler und Gorpishin nehmen sich aber noch die Zeit, Fragen der Jugendlichen zu beantworten, verteilen Eulen-Plakate und Autogrammkarten. Und machen noch ein Angebot: „Wenn ihr mal zu einem Heimspiel von uns kommen wollt, können wir sicher Karten organisieren“, bietet Eisel an. Die nächste Gelegenheit dazu wäre am 30. September, wenn die Eulen freitagabends um 19.30 Uhr in der Ebert-Halle TuS N-Lübbecke empfangen. „Na klar“, schallt es aus der Runde der Jugendlichen, als gefragt wird, ob sie das Angebot der Eulen annehmen wollen.

„Das war eine coole Aktion“, sagt Fynn-Lennart Kelleter nach dem Training. „Es ist toll, solche Spieler in unserem Training auch aktiv zu sehen. Das war einfach nur schön.“ Ähnlich sieht es Oliver Knapp: „Das sind zwei super sympathische Typen“, sagt er. „Was sie uns gezeigt haben, bringt sicher auch was für die Saison. Ich bin heute jedenfalls einfach nur glücklich.“ Auch Trainer Krause findet die Aktion „richtig gut“. „Es bringt ja was, wenn die Jungs mal von zwei Profis erzählt bekommen, was wir ihnen als Trainer auch gerne erzählen“, sagt er und schmunzelt. „Aber wichtig ist dabei auch, dass die Jungs gesehen haben, dass auch Handball-Profis ganz nahbar sind und sich auch in Jeans und T-Shirt aktiv einbringen.“ Einig waren sich letztlich alle: Es war eine gelungene Aktion.

HSG-Trainer Luca Krause (links) und Eulen-Profi Marc-Robin Eisel schauen beim Training genau hin.
HSG-Trainer Luca Krause (links) und Eulen-Profi Marc-Robin Eisel schauen beim Training genau hin.
x