Ludwigshafen Trainerrochade beim ESV Ludwigshafen

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LUDWIGSHAFEN. Markus Rossel, Trainer des Fußball-Bezirksligisten ESV Ludwigshafen, ist nach dem Spiel bei der FG 08 Mutterstadt vor einer Woche zurückgetreten. Neuer Trainer des Tabellenletzten ist ein alter Bekannter: Rossel-Vorgänger Werner Schanne ist auf die Kommandobrücke des ESV zurückgekehrt (wir informierten).

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam zugehört hat, wenn sich Markus Rossel zu seiner Mannschaft geäußert hat, den überrascht der Schritt nicht. Allenfalls der Zeitpunkt – nach einem Auswärtspunkt in Mutterstadt. „Ich habe die Mannschaft nicht mehr so erreicht, wie ich mir das gewünscht habe. Außerdem war die Trainingsbeteiligung schwach“, nennt Rossel Gründe für seine Demission. Er klagte auch über Einstellungsmängel. Weil es zudem etliche Verletzte gegeben habe (Müller, El-Haddadi, Köhler, Weigand), sei das Team nicht aus dem Tabellenkeller gekommen. „Im Vorjahr haben wir mal sieben Spiele in Folge verloren und trotzdem waren 15 Mann im Training. In diesem Jahr ist die Stimmung schlechter“, hat der 39 Jahre alte Rossel festgestellt. Taktische Mängel und schlechtes Passspiel seien weitere Gründe für die schlechte Bilanz mit nur einem Sieg gewesen. Der ehrgeizige Rossel hatte den ESV im Sommer 2013 mit vielen Ideen und einer großen Portion Optimismus übernommen. Er führte das lange abstiegsbedrohte Team im Frühjahr am Ende auf Rang zehn. „Ich betrachte Markus nach wie vor als Glücksfall, aber sieben Punkte aus 13 Spielen sind nicht viel. Logisch, dass da Kritik von den Zuschauern kommt“, sagt Spielleiter Alexandros Vogiatzoglou. Er sei in ständigem Austausch mit Rossel gewesen. „Wir wollten das Spiel gegen Seebach noch abwarten und dann sehen, was wir machen, auch im Hinblick auf Verstärkungen in der Winterpause“, erklärt der Spielleiter. Es sei allerdings nie eine Überlegung gewesen, Rossel zu entlassen. Dennoch gab es zwischen den beiden unterschiedliche Auffassungen, was die Ausrichtung anbelangt. Während Rossel auch einen Abstieg in Kauf genommen hätte, um dann einen Neuaufbau einzuleiten, will Vogiatzoglou die Liga unbedingt halten. „Wir haben lange versucht, in die Bezirksliga zu kommen. Da wollen wir auch bleiben“, verdeutlicht der Spielleiter. Dafür sorgen soll Werner Schanne, der den ESV vor eineinhalb Jahren in die Liga führte. „Der Verein liegt mir am Herzen“, versichert der 55 Jahre alte Coach. Schanne hat die „Eisenbahner“ in einigen Partien beobachtet und in seiner ersten Woche drei Trainingseinheiten angesetzt. „Es wird sehr schwer“, hatte der Rückkehrer auf die Trainerbank nach seinen ersten Eindrücken gesagt. Und als ob die Mannschaft ihn bestätigen wolle, gab es im ersten Spiel unter Schanne eine 1:2-Heimniederlage gegen RW Seebach. Angesichts eines happigen Programms wird es der ESV schwer haben, die rote Laterne bis zur Winterpause abzugeben. Dann sollen neue Spieler kommen. Egal wie die Spielzeit verläuft, muss sich der ESV schon bald wieder einen neuen Trainer suchen. „Ich bleibe nur bis Saisonende, weil ich für die kommende Runde bei der FG Nord Ludwigshafen im Wort stehe“, sagt Schanne.

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