Ludwigshafen Titelverteidiger will wieder den Titel

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LUDWIGSHAFEN. Die Faustballer des TB Oppau starten als Titelverteidiger in die morgen, 15 Uhr, beginnende Hallenrunde der Zweiten Bundesliga West. Vergangene Saison wurde der TBO nämlich Meister, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen. Der Titel sorgt für höhere Ansprüche im Klub. Die Aufstiegsspiele sind nun das erklärte Saisonziel. Allerdings muss dafür noch an der aktuellen Form gearbeitet werden.

Die beiden Oppauer Trainer Matthias Bog und Thomas Blümbott wirken bei den Trainingseinheiten entspannt. Schließlich trainieren sie den amtierenden Hallen-Zweitliga-Meister in der West-Staffel. Ein Fakt, der sich auf die Zielsetzung auswirkt: „Wir wollen in Weinheim ein Ausrufezeichen setzen“, betont Bog und meint damit den Saisonstart beim Meisterschaftsfavoriten und Bundesliga-Absteiger TV Wünschmichelbach. „Die Spiele gegen den TVW werden die schwierigsten der Saison. Aber wir wollen gegen sie mithalten und somit zeigen, dass mit uns zu rechnen ist“, ergänzt Bog. Er geht daher von einem Dreikampf um den zweiten Tabellenplatz aus. „Wir werden uns mit dem TV Waibstadt und dem TV Weisel, der eine Wundertüte ist, um Platz zwei duellieren“, vermutet Bog. Die Grundlage dafür kann Oppau morgen legen. Aber: „Wir haben uns in der Vergangenheit gegen leichtere Gegner immer schwer getan. Umso besser ist es, dass wir mit Wünschmichelbach gleich zu Beginn den stärksten Brocken haben. Danach wissen wir, wo wir stehen“, sagt TBO-Abwehrchef Christof Jugel. Gegen diese vermeintlich leichteren Gegner – Koblenz, Rendel, Karlsdorf und Blickweiler – müssen laut Bog jeweils Siege her. Auch Pfalzrivale TSG Tiefenthal soll kein Stolperstein mehr auf dem Weg Richtung Aufstiegsspiele sein. „Ich habe Tiefenthal nicht ganz vorne auf der Rechnung. Deswegen sind auch gegen sie zwei Siege Pflicht“, betont der Trainer. Damit dies gelingt, muss der Titelverteidiger aber noch an seiner Form arbeiten. Beim stark besetzten Vorbereitungsturnier in Eisenberg klemmte es zuletzt noch an manchen Stellen. Der Einzug in die Finalrunde wurde verpasst. „Wir haben noch die ein oder andere Baustelle, an der wir arbeiten müssen. Umso wichtiger wird es sein, dass wir schnell da sind und Konstanz in unser Spiel bekommen“, fordert Mannschaftskapitän Maximilian Breier. Er lobt den guten Zusammenhalt in der Truppe. „Die Mannschaft harmoniert unheimlich gut. Jeder kämpft für den anderen.“ Überhaupt wird das große Plus der Oppauer in der neuen Runde die Eingespieltheit sein. Neben Breier und Jugel steht dem Trainerduo in Timo Bernhardt, Manuel Ullrich und Jan-Philipp Gerhardt die erfolgreiche Stammfünf aus der vergangenen Saison zur Verfügung. Dahinter wird es allerdings zu Abwechslungen kommen: Der laut Bog sehr motiviert auftretende Sascha Willer ist eine echte Option für den in der Vorbereitung schwächelnden Angriff. Während Alexander Jakoby noch mit den Nachwehen seiner Schulterverletzung zu kämpfen hat, ist bei seinem Bruder Marco die Anwesenheit bei den Spieltagen berufsbedingt nicht immer klar. Das Talent Viktor Maurer gehört auch weiterhin fest zum Kader, wird aber noch stärker als zuletzt in der Verbandsliga und U-18 Mannschaft eine Führungsrolle einnehmen. Für das Trainerduo sind das alles keine Gründe, um nervös zu werden.

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