Ludwigshafen Titelanwärter müht sich zu Sieg
MUTTERSTADT. Fußball-Bezirksligist Phönix Schifferstadt bleibt in der Erfolgsspur. Der 2:1 (1:0)-Sieg im Derby bei der FG 08 Mutterstadt hing am Ende aber am seidenen Faden, weil die Gastgeber zwei Riesenchancen hatten.
Phönix begann im Stil einer Spitzenmannschaft. Die Gäste spielten schnell, variabel und attackierten früh. Vor allem Koc, der ständig in Bewegung war und ein enormes Laufpensum abspulte, war Initiator vieler Angriffe. Nachdem Tilger-Kuhn gegen Dogan einen Rückstand verhinderte (5.), fiel Sekunden später doch das 0:1. Auf Zuspiel von Berrafato zog der flinke Meyer sofort ab und traf ins lange Eck. Mutterstadt, das mit Fünferkette agierte, blieb seiner Ausrichtung treu. Das führte dazu, dass Phönix zwar drückend überlegen war, aber bis auf einen Heber von Meyer (25.) sowie Schüssen von Ietro (39.) und Meyer (42.) nicht zu klaren Chancen kam. „Aus dieser Dominanz muss mehr als nur ein Tor herausspringen“, ärgerte sich Phönix-Coach Ediz Sari. Die größte Gelegenheit hatte die FG. Nach einem klasse Pass von Behling und einem Stellungsfehler des sonst starken Gaul, lupfte Fabio Reithermann den Ball über Hirschmann, doch der mitgelaufene Libowsky klärte kurz vor der Linie (30.). In der zweiten Halbzeit verlegten sich die Schifferstadter auf das Verwalten des Vorsprungs, ließen läuferisch nach und waren nicht mehr so stark wie vor der Pause. Mutterstadt wurde mutiger und erarbeitete sich Chancen. Hirschmann parierte einen Distanzschuss von Graf (49.), dann fiel der Ausgleich. Weingarte leitete den Angriff ein, und Fabio Reithermann bediente den dynamischen Simon Schneider, der gekonnt abschloss (64.). „Dennoch sind wir ruhig geblieben“, sagte Sari. Nach einem Zuspiel von Koc gelang dem eingewechselten Rhannam das 2:1 für den Titelanwärter. Entschieden war die Partie aber noch lange nicht. Die FG legte einen starken Endspurt hin und wäre fast mit dem 2:2 belohnt worden. Einen super Freistoß von Fabio Reithermann, der schwer zu halten war, entschärfte Hirschmann mit toller Parade (89.). Und nach einem Pass von Marco Reithermann traf Ringelspacher nur die Latte (90.). „Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Wir haben durch einen Sonntagsschuss verloren und waren am Ende dem Ausgleich nahe“, bilanzierte FG-Coach Erdem Kar. Die Reaktion der Schifferstadter – Phönix hatte ausgelassen und erleichtert den Derby-Sieg gefeiert – sei das größte Kompliment für die FG. So spielten sie FG 08 Mutterstadt: Tilger-Kuhn – Stoye, Furch, Gaupp (46. Weingarte), Behling, Götz (80. Jardot) – Fabio Reithermann, Graf, Hintz (71. Marco Reithermann) – Simon Schneider, Ringelspacher Phönix Schifferstadt: Hirschmann – Torrieri, Dogan, Gaul, Libowsky (66. Tunc) – Koc, Berrafato – Meyer, Boyraz, Ietro (66. Rhannam) – Kader (82. Fiederer) Tore: 0:1 Meyer (5.), 1:1 Simon Schneider (64.), 1:2 Rhannam (76.) – Gelbe Karten: Furch – Torrieri, Rhannam – Beste Spieler: Behling, Fabio Reithermann – Koc, Gaul, Hirschmann – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Maas (Morlautern). |thl