FUSSBALL
Timo Wollnik ist der Dauerbrenner beim Bezirksligisten ESV Ludwigshafen
Zu den festen Größen beim ESV zählt inzwischen Timo Wollnik. Der 24 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler hat keine Minute verpasst, seit Eric Ledwina die Blau-Schwarzen trainiert. In allen acht Partien um Punkte stand er vom Anpfiff bis zum Ende auf dem Feld. „Ich hatte mit vielen Freunden in der Reservemannschaft gespielt, bis mich der damalige Coach Bernhard Grätz in die erste Garnitur hochgezogen hat“, erklärt Wollnik. Der Metallbauer fand Gefallen an der Beförderung, entwickelte größeren Ehrgeiz und biss sich nach und nach fest.
Bis auf einen Abstecher zur FG 08 Mutterstadt spielte Wollnik ausschließlich für die „Eisenbahner“, seinen Heimatverein. Obwohl er erst 24 ist, kann er sich einen nochmaligen Wechsel nicht vorstellen. Der Mittelfeldspieler, der auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann, ist davon überzeugt, dass der ESV eine bessere Runde abliefern wird, als in der abgebrochenen Serie 2020/21. „In der vergangenen Spielzeit haben wir uns unter Wert verkauft. Wir haben einige Partien verloren, in denen wir hätten punkten müssen“, sagt Wollnik. Etwa in der Begegnung gegen den samstäglichen Gegner BSC Oppau (1:2). Wenn keine Verletzungsmisere den ESV zurückwerfe, könne man einen Platz unter den ersten Fünf anpeilen. Damit wäre das Thema Abstiegskampf früh ad acta gelegt.
Wollnik hat großen Leistungssprung gemacht
Der Trainer ist mit der Entwicklung Wollniks zufrieden: „Ich kannte Timo, da ich ihn schon in der A-Jugend trainiert habe. Er ist technisch stark, hat ein gutes Auge und vor allem in den Bereichen Aggressivität im Zweikampf und Wille zugelegt.“ Der Sechser habe einen riesigen Sprung gemacht und sei jetzt viel präsenter auf dem Platz als früher. Was dem beidfüßigen und laufstarken Wollnik fehlt, ist Torgefährlichkeit. „Es ist gut möglich, dass ich vor dem Tor quer spiele, wenn mein Mitspieler besser steht“, erläutert das ESV-Eigengewächs.
Wie sehr er dem Club verbunden ist, zeigt folgende Begebenheit: Der Metallbauer fertigte mit seinem älteren Bruder Marcel die Auswechselbänke an. Immer mal wieder nach der Arbeit oder auch mal samstags wurde geschuftet – drei Monate lang. Auch das Tor am Eingang zum Spielfeld ist Marke Wollnik. Kein Wunder, dass Timo nicht mehr wegwill.