Hockey
TFC Ludwigshafen landet 11:0-Kantersieg gegen TGS Vorwärts Frankfurt
„Ganz klar: Unsere Torausbeute war nicht gut“, schimpfte der TFC-Übungsleiter trotz des Kantersieges. Tatsächlich ging seine Mannschaft gerade in der zweiten Hälfte gegen konditionell deutlich überforderte Gäste zu fahrlässig mit den hochkarätigsten Chancen um. Eng wurde es aber nicht mehr. Zu eindeutig die Kräfteverhältnisse. Und zu strahlend das Feuerwerk, dass vor allem Fabian Magin im dritten Viertel zündete. Insgesamt fünf Treffer steuerte der Stürmer zum erwarteten Heimerfolg bei, gleich vier Mal hatte er im dritten Abschnitt getroffen. „Man kann schon sagen, dass das für mich ein perfektes Viertel war“, grinste der 26-Jährige, wurde dann aber schnell wieder ernst, denn auch er hatte die Schwächen in Halbzeit eins gesehen: „Da haben wir uns zu sehr den Frankfurtern angepasst.“
Tatsächlich war Durchgang eins noch ein sehr zähes Ringen, in dem die Gastgeber, angeführt von Regisseur Alexander Matz, ihre PS einfach nicht auf den Platz brachten, den limitierten Gästen deutlich zu viele Freiräume ließen und schon hier viel zu sorglos mit den wenigen Torchancen umgingen. So hätten Magin und Fabio Bernhardt schon deutlich früher die Weichen stellen können. So war es Antonios Varvatsos, der nach abgelaufener Spielzeit im ersten Abschnitt per Strafecke zum 1:0 traf. Und erneut in der Schlussminute der Halbzeit fälschte Bernhardt die Hereingabe von Matz entscheidend ab, so ging es immerhin mit 2:0 in die Pause. Und nach dem Seitenwechsel drehte Magin richtig auf.
Nach der Pause dreht Fabian Magin auf
Beim 3:0 wurde deutlich, was den Heimvorteil im Hockeysport ausmacht. Denn in Halbzeit eins hatten die Gäste ihre einzige Strafecke mit einer ganz schlechten Hereingabe (23.) förmlich verschenkt. Die TFC--Spieler wussten natürlich, dass genau der Hereingabepunkt auf dem neuen Kunstrasenplatz nicht optimal von den Rasensprengern bewässert wird. Und so brachte Ryan Wagner vor seinem Versuch die eigene Wasserflasche mit, legte vor dem 3:0 selbst Hand an und lag damit goldrichtig. Mustergültig kam die Kugel zu Magin, der zum 3:0 und damit zur endgültigen Entscheidung traf. Denn fortan spielte und traf nur noch der TFC. Den Schlusspunkt besorgte dabei Regisseur Alexander Matz mit dem schönsten Tor des Tages drei Minuten vor dem Ende.
Damit wahrten die Ludwigshafener ihren Vorsprung vor den Verfolgern Rüsselsheimer RK und Dürkheimer HC, die zwar beide ebenfalls ihre Spiele gewinnen konnten, aber weder bei Punkten noch bei den Toren Boden gegenüber dem Spitzenreiter gutmachen konnten.
So spielten sie
TFC Ludwigshafen: Habla - Martin, Berger, Leitz, Hanz, Matz, Wagner, Bernhardt, Magin, Fechtner, Tom Vogel, Machill, Max Vogel, Betz, Varvatsos
Tore: 1:0 Varvatsos (15., Strafecke), 2:0 Bernhardt (30.), 3:0 Magin (33. Strafecke), 4:0 Magin (38. Strafecke), 5:0 Magin (40.), 6:0 Magin (42.), 7:0 Leitz (45.), 8:0 Bernhardt (47.), 9:0 Magin (52. Strafecke), 10:0 Fechtner (55.), 11:0 Matz (57.) - Strafecken: 6/4 - 2/0 - Beste Spieler: Matz, Magin - Rother - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Schmitz (Neunkirchen)/Metz (Bad Dürkheim).