Ludwigshafen
Tennis: Warum die Herren 40 des TC Schifferstadt auf den Aufstieg in die Verbandsliga hoffen dürfen
Der Tennissport konnte sich in diesem von Corona geprägten Jahr glücklich schätzen. Im Gegensatz zu anderen Sportarten durfte man sich relativ früh bereits wieder auf den Platz wagen, wenn auch mit Einschränkungen. Eine normale Medenrunde war aber nicht durchzuführen. Den Teams wurde eine abgespeckte Version angeboten mit Gruppenspielen, aber ohne Auf- und Absteiger. Mannschaftsgrößen und Spieltermine konnten flexibel gestaltet werden.
Die neue Nummer eins im Pfalzligateam ist Tobias Bayer. Der 47-Jährige, seit 2019 Haupttrainer des TC Schifferstadt, ist einer der Besten seiner Altersklasse in Deutschland. 2015 und 2016 war er jeweils Vizemeister der H40. In der deutschen Rangliste der H40 war er in den Top Ten und in der Weltrangliste wurde er zeitweise auf Position 35 geführt. Der zweite Zugang ist Thomas Dries, ehemaliger Oberligaspieler vom TC SW Landau. Mit LK 9 ist er die Nummer drei im Team, hinter Jochen Rummel (LK 6).
Im ersten Spiel gegen den TV 81 Kaiserslautern stand es nach den Einzeln 8:4 für den TCS. Bayer und Rummel gewannen locker. Andreas Teuffer an Punkt drei und Thomas Dahm an Punkt sechs steuerten die restlichen Einzelsiege bei. Bei den Doppeln gewannen Bayer/Rummel 6:0 und 6:0 und sicherte den 11:10-Erfolg.
13:0-Kantersieg gegen Wachenheim
Im zweiten Spiel beim TC Wachenheim nutzten die Schifferstadter aus, dass der Gegner nicht in Bestbesetzung antrat und entschieden alle fünf Einzel klar für sich. Unter anderem auch Dries, der gegen Wachenheim sein Debüt gab und 6:3, 6:1 gewann. Symptomatisch für diese Saison wurde anschließend wegen Verletzungen und Spielermangels nur ein Doppel durchgeführt. Rummel siegte mit Arno Koch zum Endstand von 13:0.
Zum Abschluss erwartete der TCS den TC Pirmasens. Die Einzel waren wieder eine klare Sache. Neben Bayer, Rummel, Teuffer und Dahm gewann auch Peter Völker bei seinem zweiten Einsatz in der Saison sein zweites Einzel. Im Doppel machten Bayer/Rummel kurzen Prozess und sicherte mit dem 6:1, 6:0 den 13:8-Gesamtsieg.
Als Tabellenprimus darf sich das Team Pfalzmeister nennen. Das Saisonziel wurde locker erreicht. Vor allem an den vorderen Positionen waren die Schifferstadter den Gegnern überlegen. Routinier Rummel etwa gab in drei Einzeln nur drei Spiele ab. Spitzenspieler Bayer machte es ähnlich gut und verlor nur sechs Spiele.
Auch wenn es offiziell keinen Aufsteiger gibt, hofft Rummel: „Es kann sein, dass Mannschaften, die für die Verbandsliga 2021 qualifiziert sind, abmelden. Dann müssten diese Plätze aufgefüllt werden, und wir wären der erste Nachrücker.“