Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Teilnehmer von Weltranglisten-Turnieren dabei

Hat im September noch einiges vor: Carsten Nübling, Tennisspieler vom TC Mutterstadt
Hat im September noch einiges vor: Carsten Nübling, Tennisspieler vom TC Mutterstadt

Nach einem Jahr Zwangspause meldete sich das DTB-offene Ranglistenturnier für Tennissenioren beim Post SV Ludwigshafen zurück. Und das so furios wie selten zuvor. „Alle Seiten haben uns bestätigt, dass wir wirklich extrem stark besetzt sind“, freuten sich die beiden Turnierleiter Hans-Paul Fischer und Mark Westermayer. Damit meinten sie nicht nur die Masse, sondern ganz besonders die Spielstärke.

„Ich habe hier in der ersten Runde gegen Jörg Pelzer gespielt. Ihn habe ich noch vor ein paar Wochen bei einem Altersklassen-Weltranglistenturnier getroffen“, staunte Steffen Schaudt. Der 40-Jährige vom TC Mörsch Frankenthal ist zwar kein Stammbesucher beim Post SV, weil das Turnier nicht immer in seine Terminplanung passt, aber er kommt gerne auf die Anlage in der Bayreuther Straße. Zuletzt vor drei Jahren, als er noch bei den Herren 30 gegen den Mutterstadter Van Lai Nguyen unterlegen war. Sicher auch eine Altersfrage, denn das Feld der Herren 40 bestimmte Schaudt unangefochten, besiegte im Finale Alexander Antrett aus Landau klar mit 6:0 und 6:2. „Wir haben vom Verein eine Jugendspielgemeinschaft mit dem Post SV und man trifft hier immer so viele bekannte Gesichter“, nannte Schaudt weitere Gründe für seine Teilnahme.

Tatsächlich sind viele Spieler Stammgäste beim Post SV. Die Atmosphäre sei familiär auf der Anlage. Man kenne und schätze sich bei allem sportlichen Ehrgeiz – und das schon seit vielen Jahren. Das unterstrich auch Carsten Nübling, Vertreter der starken Fraktion des TC Mutterstadt. Er selbst war im Feld der Herren 50 am Start, wie ein Großteil der ambitionierten Mutterstadter. Julian Rieck räumte hingegen das Feld der Herren 30 auf. Rieck immerhin ein ehemaliger Oberligaspieler, allerdings bei den Aktiven. Die Herren 50 aus Mutterstadt kämpfen aktuell um den Aufstieg in die Regionalliga.

Fast schon Mutterstadter Vereinsmeisterschaften

Der an zwei gesetzte Rieck zog souverän von Platz zwei der Setzliste ins Finale ein, bezwang dort den topgesetzten Andreas Frank (Landau) mit 7:5 und 6:3.

Auch Nübling schaffte es bis ins Endspiel. Dort war eigentlich eher mit seinem Teamkollegen Andreas Werling gerechnet worden, aber der unterlag im Viertelfinale ziemlich überraschend gegen den Saarländer Ralf Baltes im Matchtiebreak. Nübling machte es im Halbfinale besser, siegte mit 6:4, 6:0 und zog ins Finale ein. Dort aber unterlag er gegen Thomas Gartner nach einem packenden Matchverlauf mit 7:6, 3:6 und 9:11. Nur ein kleiner Schönheitsfehler in einem ansonsten tollen Turnier mit allein vier Mutterstadtern bei den Herren 50. „Wir wären normalerweise sogar noch mehr gewesen, weil wir bei den Herren 50 und 55 einen guten Zusammenhalt haben und gerne gemeinsam zu Turnieren fahren“, sagt Nübling. Die Urlaubszeit hatte die völlige Turnierübernahme durch den TCM verhindert. Das Fazit war trotzdem positiv: „Es ist gut, um ein bisschen im Schlag zu bleiben.“ Seine Herren 50 haben an den beiden Spieltagen im September noch den Aufstieg in die Regionalliga vor Augen.

Das Feld der Damen 40, als einziges ein wenig dünn besetzt, gewann Barbara Schmitt aus Bammental und bei den Damen 50 führte erneut kein Weg an Rekordsiegerin Barbara Seeger vom TC Rot-Weiß Gießen vorbei. Sie siegte im Finale gegen Claudia Diehl vom Park TC Ludwigshafen mit 6:0 und 6:2.

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