Ludwigshafen Tanz um den Tisch

Augenmaß gefragt: Koch Felix Truong bei der Arbeit.
Augenmaß gefragt: Koch Felix Truong bei der Arbeit.

Angehende Servicekräfte und Nachwuchsköche haben am Montag beim 17. „Wasgau C+C-Cup 2018“ ihr Können unter Beweis gestellt. Der Wettbewerb im „Testaurant“ der Berufsschule Technik II in Mundenheim dient der Förderung von engagierten Nachwuchskräften in Hotellerie und Restaurants.

„Kaffee & Krone“ lautete diesmal das Motto des „Wasgau C+C-Cups“, das die Teilnehmer mit Assoziationen an Österreich umsetzten. Kronen in allen Größen und Formen, als Blumentopf, Kerzenhalter oder aus Watte geformt, zierten die Stehtische, die die zwölf Azubis zum Restaurant- oder Hotelfachmann als Teil der Prüfung dekorieren mussten. Dazu kamen Kaffeebohnen, mal lose über den Tisch gestreut, mal als Einfassung für eine Kerze oder in diverse Gefäße gefüllt. Aus Kaffee und Kaffeelikör oder mit Marillenschnaps und Mozartlikör – waren dann auch die Cocktails, die die Prüflinge für den Cocktailempfang selber mixen mussten. „Momika Vienna“ hatte etwa Johanna Schmitt aus Neustadt ihre Kreation getauft. Die 21-Jährige lernt im zweiten Jahr im Gesellschaftshaus der BASF. „Momika steht für die Anfangsbuchstaben der Zutaten: Mozartlikör, Marillenschnaps und Kaffee“, erläuterte die 21-Jährige, während sie den Cocktail mit einer Schaumkrone aus Milch verzierte. Während sich die zwölf Servicekräfte bereits am Nachmittag beim Eindecken der Tische und Stehtische den strengen Blicken der sieben Prüfer stellten, schwitzten die zwölf Köche in der Küche des „Testaurants“ der BBS über den letzten Vorbereitungen. Nur viereinhalb Stunden Zeit hatten sie, um aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Vier-Gänge-Menü für sechs Personen zu schaffen. Wie kreativ die Jung-Köche das Thema „Kaffee und Krone“ umsetzten, zeigte der lange Tisch, auf dem alle Menüs nebeneinander präsentiert wurden. Die neun Juroren der Köche bewerteten nicht nur den Geschmack der Speisen und das Arrangement auf den Tellern, sondern auch die Arbeitsorganisation, Ordnung und Hygiene am Arbeitsplatz. „Bei den Servicekräften achten wir einerseits darauf, dass die handwerklichen Dinge wie das Öffnen und Präsentieren des Weins oder das Einsetzen der Speisen fachlich korrekt geschehen“, erläuterte Prüfer Tobias Nath vom Ludwigshafener Turmrestaurant. Es gehe darum, dass beim „Tanz um den Tisch“ alles richtig gemacht werde. „Andererseits geht es um die Präsenz der Servicekräfte am Tisch. Sie sollen Gastgeber sein, die Freude daran haben, Menschen zu bewirten“, betonte er. Wichtig ist auch die Laufrichtung – immer im Uhrzeigersinn und niemals rückwärts. Der Jury sei die Entscheidung in diesem Jahr nicht leicht gefallen, sagte der Chefjuror der Köche, Siegfried Schaber aus Salzburg. „Sie lagen alle nah beieinander und können alle als Sieger nach Hause gehen.“ Denn bereits im Herbst hatten die Teilnehmer, die aus dem Saarland und der ganzen Pfalz kamen, eine theoretische Prüfung als Punktbeste gewonnen. Siegfried Schaber ermunterte die angehenden Köche und Restaurantfachkräfte, ihre Chancen zu nutzen: „Suchen Sie sich den besten Trainer, damit Sie das erreichen, was Sie sich von Ihren Berufen erträumen.“ Der Leiter der BBS Technik 2, Hubert Boßle, bezeichnete den „Wasgau-C+C-Cup“ als „Wettkampf mit Niveau“. Die Sieger Bei den Servicekräften belegte Johanna Schmidt vom Gesellschaftshaus der BASF Platz 3, Kathrin Dillschneider vom Steigenberger-Hotel in Deidesheim Platz 2 und Alena Müller vom Deidesheimer Hof in Deidesheim Platz 1. Bei den Köchen erreichte Philipp Hill vom Hotel-Restaurant Kunz in Pirmasens Platz 3, Christian Knapp vom Gasthaus Zum alten Keiler in Horschbach Platz 2 und Daniel Patsches vom Hotel Haus am Weinberg in St. Martin Platz 1.

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