Ludwigshafen
Tag des Handballs: Nachwuchs lernt in Mutterstadt Grundlagen des Ballsports
Beim Tag des Handballs in der Mutterstadter TSG-Halle konnten sich Kinder an acht Spiel- und Spaßaktionen an die Sportart herantasten. Neben der HSG Mutterstadt/Ruchheim beteiligten sich auch die Vereine aus Iggelheim und Speyer an der großen Werbeaktion des Deutschen Handballbundes.
„Hanniball“ war allgegenwärtig – zumindest auf dem Papier. „Wenn der DHB uns ein Kostüm zur Verfügung gestellt hätte, dann hätten wir sicher auch noch jemanden gefunden, der es ausgefüllt hätte“, sagte Annika Doell. Gemeinsam mit Karmen Kronauer hatte die Trainerin der zweiten HSG-Damenmannschaft die Koordination des Handball-Familienfestes in Mutterstadt übernommen. Das Maskottchen der Handball-Weltmeisterschaft aus dem Jahr 2007, das auch für die Frauen WM 2017 übernommen wurde, passe schließlich zur HSG: „Aus unserer Sicht ist Hanniball ein Fuchs und als HSG haben wir uns ebenfalls einen Fuchs ins Vereinswappen gesetzt“, erklärte Ute Kreiselmaier als Leiterin der Spielgemeinschaft der beiden Traditionsvereine.
Gedankenspiele, die den teilnehmenden Kindern zunächst einmal egal waren. An den acht Spiel- und Spaßstationen wurden den Kindern ab vier Jahren spielerisch die Handballgrundlagen nähergebracht. Und für die volle Punktzahl gab es die Hanniball-Goldmedaille. „Ich würde sagen, die Übungen liegen an der Schwelle zwischen Ballschule und den sportartspezifischen Übungen“, ordnete Jugendleiter Andreas Schneider die Stationen zwischen Ziel-, Dribbel- und Koordinationsübungen ein.
Sportlicher Erstkontakt mit dem Handball
Moritz und Mia Schulz stellten sich der Herausforderung. Für die Neunjährige und ihren vier Jahre jüngeren Bruder war es der sportliche Erstkontakt mit dem Handballsport, auch wenn sie aus einer „vorbelasteten“ Familie stammen: „Es reicht ja, wenn ich spiele“, sagte Mutter Franziska, die bei der ersten Damenmannschaft der HSG auf Torejagd geht. „Und da feuern mich die beiden ja auch immer an.“ Als Naturtalente entpuppten sich die beiden bei den Ballübungen aber nicht.
Leichtathletik und Reiten stehen bei Mia im Vordergrund, während Moritz Sport generell nicht allzu viel abgewinnen kann. Entsprechend schwer fielen die Übungen. Zugegebenermaßen waren die nicht immer leicht. „Ich bin froh, dass ich das selbst konnte“, erklärte Mutter Franziska nach der Koordinationsübung, bei der ein Ball nach oben geworfen wurde und erst wieder gefangen werden sollte, wenn mit den Händen die beiden Schultern berührt, und einmal geklatscht worden war. In der erleichterten Version: werfen, klatschen, fangen, schafften das aber die meisten Kinder. Und viele auch mit voller Punktzahl.
Immerhin Silber gab es für Mia und Moritz. Kein Problem für die beiden, für die ohnehin keine Handballkarriere in Frage kommt: „Ich würde am liebsten Eishockey spielen“, verriet die Neunjährige. Hanniball hörte das nicht gerne.