Fußball
SV Südwest Ludwigshafen und ASV Waldsee: Peter Lukasek wird 70 Jahre alt
1966 begann Peter Lukasek in der D-Jugend des SV Südwest. Sein erster Trainer war der damalige Vertragsspieler Uli Kleinbub, der Jahre später auch sein letzter Coach bei Südwest sein sollte. Mit ihm als Trainer gewannen die Knirpse die Bezirksmeisterschaft und wurden danach Jahr für Jahr Titelträger in der Jugend. „Mein großes Vorbild war damals Reinhard Libuda, der für Schalke und Dortmund in der Bundesliga spielte“, sagt Lukasek, der wie der „Stan“ Außenstürmer war. 1974 wurde der 18-jährige Lukasek gemeinsam mit Harry Streller und Klaus Ihrig von der Jugend in die erste Garnitur der Südwestler übernommen, die damals in der drittklassigen Südwestliga auflief.
Die Sturmkonkurrenz war groß, doch nach und nach bekam der Youngster von seinen Trainern Hans Wendlandt und Kleinbub immer mehr Einsatzzeiten von Anfang an und bestritt mit seinem Klub 1976 das Verbandspokalfinale gegen Wormatia Worms, das 0:2 verloren wurde. „Gerne erinnere ich mich an besondere Spiele gegen FSV Mainz 05 oder Hassia Bingen, wo die ehemaligen Bundesligaspieler Herward Koppenhöfer und Fritz Fuchs meine Gegenspieler waren“, blickt Lukasek zurück. Im Spiel gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern traf er auf Hans-Peter Briegel. „1975 wurde ich in der Südwestfunk-Fernsehsendung Flutlicht bei einer Zusammenfassung des Spiels Eintracht Bad Kreuznach gegen Südwest Ludwigshafen als bester Einwechselspieler der damaligen Südwestliga bezeichnet“, erzählt Lukasek stolz.
Abgang zum MSV
Er steigerte seine persönliche Torausbeute Jahr für Jahr, weshalb er seinem Coach Kleinbub gegenüber frech einen Stammplatz einfordert. Es kam zum Zerwürfnis und der Flügelflitzer wechselte zur Saison 1977/78 zum MSV Ludwigshafen in die Bezirksliga. Seine weiteren Stationen als Spieler waren der VfR Frankenthal (drei Jahre Verbandsliga) und 08 Haßloch (zwei Jahre Bezirksliga). Mit 27 Jahren wurde er Spielertrainer des SV 1911 Bad Dürkheim (A-Klasse Nord).
Die nächste Trainerstation war der ASV Waldsee, bei dem er mit zwei Unterbrechungen zwölf Jahre tätig war und zu dem die Kontakte nie abgebrochen sind. „Gleich im ersten Jahr wurden wir Kreispokalsieger und Vizemeister in der B-Klasse. Im nächsten Jahr folgte das Double und der Sprung in die A-Klasse“, spricht Lukasek über seine schönste Trainerstation bei seinem „Lieblingsverein“. Weitere Höhepunkte in Waldsee waren die Freundschaftsspiele gegen die Bundesligisten SV Waldhof und den FCK, die Lukasek, wie er sagt, in persönlichen Gesprächen mit Klaus Schlappner und Rainer Geye überzeugen konnte, beim ASV zu spielen. Außerdem coacht er den FV Freinsheim und den FV Berghausen.
Heute lässt es sich Peter Lukasek, der mit seiner Frau Heidi in Maudach wohnt, einen Sohn und eine Tochter hat, gut gehen. Der Ball des ehemaligen Leiters des Berufsinformationszentrums beim Arbeitsamt ist kleiner geworden, er spielt bei Alemannia Maudach bei den Herren 55 Tennis. Mutmaßlich mit demselben Ehrgeiz, mit dem er früher Fußball gespielt hat.