Ludwigshafen Stiftergemeinschaft der Sparkasse

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Stiftungen werden in Deutschland immer beliebter. Jedes Jahr steigt die Zahl der Neugründungen – im vergangenen Jahr waren es allein 650. Warum das so ist? Für viele, auch Privatleute, ist eine Stiftung eine gute Möglichkeit, der Nachwelt etwas zu hinterlassen. Manche wollen mit einer Stiftung ganz konkrete Projekte unterstützen. „Wir hatten das Thema Stiftungen oft in Beratungsgesprächen“, sagt Steffen Koch, stellvertretender Abteilungsleiter bei der Sparkasse Vorderpfalz. „Viele Kunden hatten das Gefühl, etwas Gutes tun zu wollen, wussten aber nicht wie.“ Da die Gründung einer Stiftung für den Einzelnen mit viel Organisations- und Verwaltungsaufwand verbunden ist, entstand bei der Sparkasse Ende 2011 die Idee, eine Stiftergemeinschaft ins Leben zu rufen. „Der Kunde muss lediglich eine Summe bestimmen, diese zustiften und den Zweck bestimmen“, beschreibt Koch den Ablauf. Die Mindestsumme beträgt 10.000 Euro, eine Aufstockung des Stiftungsvermögens ist jederzeit möglich. Die Sparkasse übernimmt alle Formalien und auch die Verwaltung. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Stiftung kann der Stifter den Zweck ändern – und das sogar jährlich. Auch nach dem Tod des Stifters bleibt dessen Stiftung in der Stiftergemeinschaft bestehen. „Wir führen den Willen des Stifters fort“, sagt Koch. Möglich ist es, die Stiftung unter dem eigenen Namen laufen zu lassen oder aber den Stiftungszweck als Namen zu führen. Bislang haben sich rund zehn Stifter von diesem Konzept überzeugen lassen. „Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Gesundheit und Medizin“, sagt Koch. Auch die Mitarbeiter der Sparkasse haben sich im März 2013 mit einer Mitarbeiterstiftung an der Gemeinschaft beteiligt. Mit mindestens 100 Euro kann jeder dabei sein. Bis jetzt kamen so schon 20.000 Euro Stiftungskapital zusammen. Insgesamt beläuft sich der Kapitalstock der Stiftergemeinschaft auf 640.000 Euro. (rad)

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