Ludwigshafen Stiften statt vererben
Rund 30.000 Euro verteilten die Stiftungsgemeinschaften der Sparkasse Vorderpfalz für Ludwigshafen und Speyer. Unterstützt werden damit zwölf Vereine und Organisationen in Ludwigshafen. In Speyer erhielten sechs Einrichtungen eine Zuwendung.
„Ziel der Stifter ist es, das gesellschaftliche Leben nachhaltig zu fördern“, erklärte Sparkassenvorstand Thomas Traue. Das gelte nicht nur für die fünf Stiftungen der Sparkasse Vorderpfalz, sondern für alle 22 Namens- und sechs Themenstiftungen, die in der Stiftungsgemeinschaft Ludwigshafen und Speyer vereint sind. Fast vereint, denn auch nach der Fusion der beiden Institute zur Sparkasse Vorderpfalz im Jahr 2013 behielten die 2010 in Speyer und 2011 in Ludwigshafen gegründeten Gemeinschaften ihre Selbstständigkeit. So sei es beispielsweise eine Sache der lokalen Identität, als Speyerer Stiftung beispielsweise den Dombauverein oder den Bauverein der Dreifaltigkeitskirche zu unterstützen, während das Heinrich-Pesch-Haus eine Ludwigshafener Herzensangelegenheit bleibe, erläuterte Traue. Insgesamt bringen es beide Stiftungsgemeinschaften mittlerweile auf ein Gesamtkapital von über 2,4 Millionen Euro, erklärte Traue. Weitere drei Millionen Euro seien in Aussicht, auch wenn Traue hofft, dass sie noch möglichst lange auf sich warten lassen. Denn: „Das sind die Zusagen von Privatpersonen, die ihr Vermögen im Todesfall einer Stiftung vererben wollen.“ In der Stiftergemeinschaft haben alle Bürger, Unternehmen oder auch Kommunen die Möglichkeit, sich als Stifter zu engagieren, erklärte Marcus Laubscher, der als Generationenmanager für die Ludwigshafener Stiftungsgemeinschaft in der Verantwortung ist, während sein Kollege Ingo Kattengell die Speyerer Seite vertritt. Je nach Art der verwalteten Stiftung sei das ausgeschüttete Geld hin und wieder zweckgebunden – etwa bei der Dr. Reinfranck-Stiftung in Ludwigshafen, welche die Organisation „Mama/Papa hat Krebs“ unterstützt, oder der Stiftung zugunsten des Tierschutzvereins Speyer und bei allen acht „Themenstiftungen“ im Gemeinschaftspool. Bei den individuellen Namensstiftungen, die den Namen des Stifters tragen, entscheidet jeweils ein Stiftungsrat über die Verwendung. Das ist ein Wachstumsmarkt: „Wir hatten 2017 weitere zehn Zustiftungen“, sagte Generationenmanager Laubscher.