Ludwigshafen Stein für Stein
«Fussgönheim.»Noch sind die Verschönerungen im Hof des Fußgönheimer Hallberg-Schlosses winterlich unscheinbar, aber spätestens mit den länger werdenden Tagen werden sie ans Licht kommen. Ein liebevoll gepflegter Steingarten, bepflanzte Blumenkübel und eine neue Kopie des alten Hallbergschen Wappens zieren seit Neuestem den Schlosshof.
Seit gut einem Jahr pflegen Birgit Koob und Helga Schmitt – zwei Aktive des Heimat- und Kulturkreises (HKK) – den Steingarten an der Seite des Schlosshofs. Dieser beherbergt als kleines „Freilichtmuseum“ ein fränkisches Steingrab, einen römischen Wasserbrunnen, ein Sühnekreuz, einen steinernen Geschirrspülstein sowie den Schluss-Stein der einstigen Schwabenbachbrücke. Dieses Areal war völlig verunkrautet, bis Helga Schmitt sich in mühevoller Kleinarbeit daran machte, die Denkmäler freizulegen. „Und das alles von Hand“, erklärt die 54-Jährige stolz. Das sei zwischen den Steinen eine ganz schöne Sisyphosarbeit gewesen. „Ich mag keinen Unkrautvernichter und mit einem Gasbrenner vernichte man auch Kleinlebewesen“, erläutert sie. Seither pflegen sie und Birgit Koob den Bereich und haben begonnen, Stauden anzupflanzen. Außerdem begrünen sie die Kübel vor dem Schlossportal und im Innenhof, die sie drei bis vier Mal pro Jahr mit Blumen der Saison verschönern. Das erste Mal in diesem Jahr zum traditionellen Ostermarkt des Heimat- und Kulturkreises im Februar. „Da werden wir dann österlich bunte Pflanzen wie Primeln, Stiefmütterchen und Osterglocken setzen – halt was es so gibt“, erklärt Helga Schmitt. Auch zum 50-jährigen Bestehen des 240 Mitglieder starken Heimat- und Kulturkreises, das im Juni gefeiert werden soll, wollen die beiden sich etwas Dekoratives einfallen lassen. Neu ist im Schlosshof auch die Kopie des Hallbergschen Wappens. Dieses hängt über dem Erdgeschoss des rechten Seitenflügels und wurde im Dezember 2017 in einer vom Cäcilienverein organisierten Veranstaltung feierlich enthüllt und geweiht. Das Original-Wappen befindet sich seit 1900 im Keller des Weingutes Dr. Bassermann-Jordan in Deidesheim. Seit der Renovierung des Schlosses wünschten sich die HKK-Mitglieder, das Familienwappen wieder an seinem Ursprungsort zu zeigen. Finanziert von der Kulturstiftung der Sparkasse Vorderpfalz wurde die Anfertigung einer Kopie vor zwei Jahren in Auftrag gegeben. Allerdings befindet sich das Duplikat nicht an der ursprünglichen Stelle, der Gartenseite des Schlosses, sondern an der Schlosshof-Innenseite. „Ich finde diese Position eigentlich auch besser“, erklärt der zweite Vorsitzende des Kultur- und Heimatkreises, Michael Plumpe. „Hier wird es doch mehr wahrgenommen, und wir können auch bei unseren Führungen darauf hinweisen.“