Ludwigshafen STADTNOTIZEN: Awo: Scharff warnt vor Kinderarmut

Die Ludwigshafener Arbeiterwohlfahrt (Awo) fordert, dass Kindergeld nicht mehr auf Sozialleistungen angerechnet wird. Nur so sei es möglich, Kinderarmut wirksam zu bekämpfen. Holger Scharff (61), Awo-Stadtkreisvorsitzender, meint mit Blick auf die aktuelle Diskussion: „Wer Kinderarmut wirklich bekämpfen will, muss dafür sorgen, dass die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, das Kindergeld nicht auf die Zahlungen von Hartz IV und sonstigen sozialen Leistungen anzurechnen.“ Laut Scharff wird derzeit das Kindergeld – und somit auch eine Erhöhung der Bezüge – auf die Zahlungen von Hartz IV angerechnet. „Vom Kindergeld kommt somit bei den Kindern kein Euro mehr an. Da die Zahlung an die Hartz-IV-Bezieher ohnehin nicht ausreichend bemessen ist, bedeutet dies immer mehr Kinderarmut“, so Scharff. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass Geld auch tatsächlich für Kinder bezahlt werde und dürfe nicht immer nur über Kinderarmut reden. Der Förderkreis und die Gemeinde der Friedenskirche veranstalten am Donnerstag, 19 Uhr, im Gotteshaus in der Leuschnerstraße 56 (Friesenheim) den Eröffnungsabend der Reihe „Wie wollen wir leben? – Utopien als Chance, Zukunft zu gestalten“. Christian Rabanus, Philosoph und Gestaltungstherapeut aus Wiesbaden, wird einen Vortrag halten. „Er wird in mehreren Schritten die Geschichte der Visionen und gesellschaftlichen Alternativmodelle entwerfen, die in Philosophie und Literatur immer wieder entfaltet werden und bis heute unser Denken beeinflussen“, heißt es von den Veranstaltern. Der Referent möchte im Laufe des Abends verschiedene Zugänge zum Thema „Utopie“ eröffnen. Der Eintritt ist frei. In der Rheingönheimer Kirche St. Ludwig (Carolistraße) tritt am Sonntag, 21. Oktober, um 18 Uhr der Gospelchor Lingenfeld unter der Leitung von Matthias Settelmeyer auf. Zu dem Ensemble gehören rund 50 Sängerinnen und Sänger sowie eine sechsköpfige Band. Der Chor wurde 1974 als „einer der ersten seiner Art in Deutschland gegründet“, wie Chormitglieder mitteilen. Präsentiert werden Gospel-Klassiker, Pop- und Soultitel sowie moderne europäische Gospelsongs. Der Eintritt kostet 15, ermäßigt zehn Euro. Weitere Infos unter www.gospelchor-lingenfeld.de. Nach der Gründung Ende September trifft sich das neue „Aktionsbündnis Wohnen Ludwigshafen“ morgen um 18 Uhr zum ersten Mal. Dem Zusammenschluss geht es um die Frage nach bezahlbarem und würdigem Wohnraum, wie Charlotte Jurk vom Bündnis mitteilt. Bei dem morgigen Treffen sollen gemeinsame Ziele und Positionen sowie konkrete weitere Schritte geklärt werden. Alle Interessierten sind eingeladen, zu kommen. Das Treffen findet in der Maxstraße 48, Raum A 02, statt. Wer dem Bündnis beitreten möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse AB-Wohnen-LU@web.de anmelden. Zu den Gründern gehören politisch Aktive, von Wohnungsnot Betroffene, Fachkräfte der Sozialen Arbeit sowie Lehrende und Studierende der Hochschule Ludwigshafen.