Ludwigshafen Stadtnotizen: „Adler-Streit“: Kreis sieht Stadt in der Pflicht

Der Freundeskreis für Heimat- und Denkmalpflege Ruchheim hat Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) aufgefordert, den Adler wieder auf dem Kriegerdenkmal im Ort montieren zu lassen. Dies sei auch möglich, wenn die protestantische Kirchengemeinde, auf deren Gelände das Denkmal steht, nicht damit einverstanden sei. Das Kultusministerium vertrete die Rechtsauffassung, dass dies von der Stadt auch zivilrechtlich durchgesetzt werden könne. Zudem sieht der Freundeskreis die Stadtverwaltung auch aus einem anderen Grund in der Pflicht: Bei der Sockelsanierung des Denkmals 1989 im Auftrag der bei der Stadt angesiedelten unteren Denkmalsschutzbehörde sei das Denkmal zur Seite gelegt und dabei der Adler beschädigt worden. Das Denkmal sei danach ohne Adler auf dem Obelisken wieder aufgestellt worden. Die Stadt sei deshalb verpflichtet, den ursprünglichen Zustand am Standort wiederherzustellen. Die Kosten für die Restaurierung seien durch Spendengelder gedeckt. OB Lohse hatte wiederum erklärt, dass sie eine einvernehmliche Lösung mit den beiden Lagern im „Adler-Streit“ suchen wolle. Weil das schwierig sei, erwäge sie, einen Mediator als Schlichter einzuschalten. Der Freundeskreis betont unterdessen, dass nach seinem Rechtsverständnis Gesetzesvorgaben nicht verhandelbar seien. (mix) Zu hohe Geschwindigkeit und sehr viel Alkohol waren bei einem Unfall im Spiel, der sich bereits in der Nacht zum vergangenen Samstag um 1.45 Uhr im Hemshof ereignet hat. Wie die Polizei erst jetzt auf Anfrage berichtete, krachte ein bislang unbekannter Fahrer mit seinem alten Passat in der Bürgermeister-Grünzweig-Straße gegen eine Straßenlaterne und einen Verteilerkasten der Telekom. Die Insassen ließen den demolierten Wagen nach dem Unfall einfach auf der Straße stehen und flüchteten. Die Streifen, die den Unfall nach Anrufen von Anwohnern aufnahmen, konnten jedoch anschließend in der Nähe drei betrunkene Personen aufgreifen, die sich gegenseitig belasteten, das Unfallauto gefahren zu sein. Eine Person hatte so viel Alkohol konsumiert, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch ungeklärt. (evo) Martin Rütter (45) ist Deutschlands selbsternannter „Mann für alle Felle“. Mit viel Ironie durchschaut der renommierte Hundetrainer und Comedian die Spielchen der Vierbeiner und die Schwächen der Zweibeiner. Mit seinem neuen Live-Programm „nachSITZen“ kommt Rütter heute, 20 Uhr, zu einem humoristischen Herrchensprechtag in die Eberthalle. Karten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse für 39 Euro. (xgr)