Ludwigshafen
Stadt weist Einwände gegen Bauprojekt in Süd zurück
Die Pfalzwerke werden in einen Neubau an der Wredestraße in der Innenstadt umziehen und haben deshalb ihren bisherigen Unternehmenssitz in Süd verkauft. Ein Investor plant auf dem 1,3 Hektar großen Areal drei Baufelder mit insgesamt 328 Wohnungen sowie 406 Stellplätzen. Bis zu 100 Millionen Euro investiert hier die Mannheimer Pro Concept AG. Das Unternehmen baut auch den neuen Firmensitz des Energieversorgers.
Die neue Wohnanlage in Süd soll in drei Abschnitten gebaut werden. In den ersten beiden Baufeldern sind neben einer vierzügigen Kita 82 Miet- sowie 36 Eigentumswohnungen vorgesehen. Zuletzt soll das mit 210 Wohnungen größte Baufeld entwickelt werden. Der bisherige Pfalzwerkesitz (Baujahr 1921) soll erhalten bleiben. Der Umbau soll erst dann starten, wenn der neue Pfalzwerke-Sitz auf dem ehemalige C&A-Gelände in der Wredestraße fertig ist. Nächste Woche findet der erste Spatenstich für dieses Projekt statt.
Widerstand gegen Planung
Gegen den Bebauungsplan in Süd gibt es Widerstand. Eine Bürgerinitiative hat sich gegründet, die gegen das Projekt mobil macht. Die Anwohner befürchten unter anderem zu viel Verkehr, einen Parkdruck in den angrenzenden Straßen und halten die Neubauten für überdimensioniert. Auch negative klimatische Umweltauswirkungen werden angeführt. Bei der Stadtverwaltung sind im Zuge des Bebauungsplanverfahrens nach der Offenlage im Juni 23 Stellungnahmen eingegangen.
Jürgen Trojan vom Bauamt verwies gegenüber dem Ortsbeirat Süd am Mittwoch darauf, dass einige Anregungen in der Planung berücksichtigt worden seien, etwa mit zusätzlich vorgeschriebenen Stellplätzen. Andere Einwände würden zurückgewiesen. Die Stadt sehe die Schaffung von neuem Wohnraum und einer Kita als dringlich an, dies habe Vorrang.
Am Montag entscheidet Bauausschuss
Jens Brückner (Grüne) konnte die Proteste der Anwohner nachvollziehen: „Das Vorhaben ist zu groß. Man sollte auf ein Stockwerk pro Komplex oder auf einen der drei Komplexe ganz verzichten, sonst kippt der Charakter des Viertels.“ Auch SPD-Stadträtin Eleonore Hefner vermisste, dass die Einwände der Anwohner bei der Planung ausreichend berücksichtigt worden seien. Das sah die Verwaltung anders. Der Ortsbeirat konnte die Pläne nur zur Kenntnis nehmen. Am Montag berät der Bauausschuss darüber. Danach wird noch der Stadtrat das letzte Wort haben.