Ludwigshafen Stadt verschärft wieder Corona-Einschränkungen
Die Stadt Ludwigshafen reagiert auf steigende Corona-Zahlen. Ab Mittwoch gelten wieder zusätzliche Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Einzelhandel. Wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Dienstagnachmittag mitteilte, wird der erst vor einigen Tagen geöffnete Einzelhandel wieder geschlossen. Kunden können nur noch mit einer vorherigen Terminvereinbarung einkaufen gehen. Auch die Anzahl der Kunden in einem Laden wird auf eine Person pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzt. Friseure, Supermärkte, Drogerien, Bau- und Gartenmärkte sowie weitere Geschäfte für den täglichen Bedarf bleiben geöffnet. Überall gilt eine verschärfte Maskenpflicht. Der Einkauf ist nur mit FFP2- oder OP-Masken erlaubt. Auch der Amateur- und Freizeitsport darf nur unter Auflagen stattfinden. Erlaubt sind maximal fünf Personen im Freien, die aus zwei Hausständen kommen. Die Stadt orientiert sich in ihrer Allgemeinverfügung, die um Mitternacht in Kraft tritt, überwiegend an den Vorgaben des Landes. Doch es gibt auch einige auf Ludwigshafen begrenzte Regelungen: So gilt an den Wochenenden (freitags 15 bis sonntags 22 Uhr) eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. In Grünanlagen und Parks sowie auf der Rheinpromenade dürfen die Menschen auch ohne Maske spaziergehen, doch es ist ihnen untersagt, dort länger zu verweilen, beispielsweise auf einer Picknickdecke oder einer Sitzbank.
Corona-Fallzahlen steigen
Die Stadtspitze hofft mit den Regelungen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Anzahl der Neuinfektionen binnen einer Woche ist am Mittwoch auf 86,5 Fälle gestiegen. Ab dem Wert 50 gilt eine Kommune als Risikogebiet. Laut OB Steinruck hat sich die Anzahl der Intensivpatienten in den Kliniken der Stadt verdoppelt. Bei etwa 85 Prozent der Neuinfektionen sei die britische Mutation des Virus die Ursache. Betroffen davon seien auch vermehrt junge Menschen.