Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Städtische Homepage wieder aufrufbar

Ist die Ludwigshafener Stadtverwaltung erneut das Ziel einer Cyberatttacke?
Ist die Ludwigshafener Stadtverwaltung erneut das Ziel einer Cyberatttacke?

Die Homepage der Stadt Ludwigshafen war am Mittwoch für mehrere Stunden nicht aufrufbar. Gegen 16 Uhr waren die technischen Probleme behoben.

[aktualisiert: 18:15 Uhr] Die Homepage der Stadtverwaltung Ludwigshafen war ab dem Morgen für längere Zeit offline. „Es handelt sich definitiv um keinen Angriff auf das städtische Netz“, hieß es aus dem Rathaus. Der Verwaltung sei das Problem seit dem Morgen bekannt gewesen, danach sei mit Hochdruck daran gearbeitet worden, es zu lösen, was gegen 16 Uhr gelang. „Der technische Fehler ist behoben. Die städtische Website ist wieder online“, so eine Stadtsprecherin. Nähere Details zur Ursache nannte sie nicht.

Diese Information erscheint aktuell auf dem Bildschirm, wenn man im Netz die städtische Homepage aufrufen will.
Diese Information erscheint aktuell auf dem Bildschirm, wenn man im Netz die städtische Homepage aufrufen will.

Rief man während der Störung www.ludwigshafen.de auf, erschien ein rotes Dreieck mit weißem Ausrufezeichen, darunter die Info: „Ihre Verbindung ist nicht privat.“ Und weiter: „Angreifer versuchen möglicherweise Ihre Informationen von ludwigshafen.de zu stehlen (z. B. Kennwörter, Nachrichten oder Kreditkarten).“ Ein Grund für den Ausfall der Seite könnte sein, dass für den Betrieb notwendige digitale Zertifikate versehentlich nicht verlängert wurden, denn dies wurde bei der Fehlermeldung im Internet angezeigt. Bestätigt hat die Verwaltung das nicht. Andere städtische Seiten, wie die der Volkshochschule Ludwigshafen, blieben erreichbar.

Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD), Dezernent für Finanzen, Ordnung und Bürgerdienste, erklärte auf Anfrage: „Nach Rücksprache mit unserem IT-Bereich handelt es sich bei der aktuellen Nichterreichbarkeit um einen technischen Hintergrund und nicht um einen Hackerangriff. Daher bitten wir darum, von entsprechenden Spekulationen abzusehen.“

Cyberattacke Anfang November

Anfang November gab es einen Hackerangriff auf die Stadtverwaltung. Wer hinter der Cyberattacke steckt, ist bis heute unklar. Die 3700 Endgeräte der Stadt mussten wegen des Cyberalarms am 6. November ausgeschaltet und durften nicht mehr genutzt werden. Die Verantwortlichen zogen quasi den Stecker, um Schlimmeres zu verhindern. Die Website der Stadt war daraufhin vorübergehend vom Netz genommen und durch eine reine Notseite ersetzt worden, auf der es Informationen zur Abschaltung gab. Weite Teile der Stadtverwaltung wurden dadurch lahmgelegt. Laut Verwaltung wurden keine Daten von Bürgern gestohlen. Es dauerte mehrere Wochen, bis die IT-Infrastruktur wieder schrittweise in Betrieb ging.

Das sagte damals ein Cyber-Experte zu den möglichen Hintergründen.

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