Ludwigshafen Sportlerwahl: ABC und TSG sahnen Titel ab
Mit einer Feierstunde bei der Sparkasse Vorderpfalz haben Sportbund und Stadt Ludwigshafen am Montagabend ihre erfolgreichen Sportler geehrt. Zum zweiten Mal in Folge wählte die Fachjury Stabhochspringerin Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) zur Sportlerin des Jahres. Jugendsportlerin des Jahres wurde Hochspringerin Meike Reimer (ABC), während die Titel Mannschaft des Jahres (Herren) und Jugendmannschaft des Jahres (A-Junioren) jeweils an die Handballer der TSG Friesenheim gingen.
„Es ist schön, dass die Leistung auch in diesem Rahmen anerkannt wird“, sagte Ryzih erfreut über die Ehrung, die ihr bereits zum zweiten Mal zuteil wurde. Zuvor war sie mehrfach Zweite und Dritte geworden. „Umso schöner, dass es jetzt schon zum zweiten Mal in Folge geklappt hat.“ Weitere Erfolge sind dabei nicht ausgeschlossen. Immerhin bereitet sich Deutschlands aktuell beste Stabhochspringerin gerade auf ihren Saisonhöhepunkt, die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, vor. Zweiter der Wahl wurde Judoka Boris Trupka vom ESV Ludwigshafen. Er holte Bronze bei den Deutschen Meisterschaften in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Damit heimste er seine elfte Medaille bei den nationalen Titelkämpfen ein. Dritter wurde Erik Schmidt, der es als Handballer im Vorjahr noch bei der TSG Friesenheim immerhin zur WM-Teilnahme gebracht hatte. So weit ist die 17-jährige Meike Reimer noch nicht, aber die U20-WM im polnischen Bydgoszcz hat die Schülerin aus Mutterstadt fest im Blick. Für sie kam die Auszeichnung überraschend. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, räumte sie ein, als sie den Anruf im Dezember erhalten hatte. Die Hochspringerin platzierte sich vor Handballer Dominik Claus auf Rang zwei und den punktgleichen Alexander Falk (TSG Friesenheim) und Bahnradsportler Dirk Grottker vom RC Friesenheim. Trotz des durchaus vermeidbaren Bundesligaabstiegs führte kein Weg an den „Eulen“ der TSG Friesenheim vorbei. „Schon alleine unser Teamspirit ist diese Auszeichnung wert“, bilanzierte Mannschaftskapitän Philipp Grimm vom sportlichen Aushängeschild der Stadt. Dahinter setzte die Jury die Bundesliga-Prellballer des TSV Ludwigshafen und die Zweitliga-Tennisdamen des BASF TC Ludwigshafen. Die Jury hatte im Dezember die Qual der Wahl. Sieben aktive und vier Seniorensportler, 13 Nachwuchsathleten, elf Mannschaften und fünf Jugendteams hatte der Ludwigshafener Sportverband als Kandidaten vorgeschlagen. „Trotzdem fiel die Wahl zumeist eindeutig aus“, berichtete LSV-Vorsitzender Winfried Ringwald. Er nutzte seine Ansprache aber auch für mahnende Worte in Richtung Politik: „Wer meint, im Sport sparen zu müssen, der darf sich nicht darüber wundern, dafür ein Vielfaches im Sozialbereich leisten zu müssen“, sagte er in Richtung Bürgermeister Wolfgang van Vliet, aber auch zur Landtagsabgeordneten Heike Scharfenberger (beide SPD). Außerdem durchschreite der Leistungssport in Ludwigshafen aktuell gerade eine Talsohle. „Aber wir sind zu einer Stadt des Breitensports geworden, und aus der Breite kommt schließlich die Spitze“, ist er optimistisch. Van Vliet schloss in den Dank die zahlreichen Trainer und Betreuer in den Vereinen mit ein: „Alle, die normalerweise im Schatten stehen, aber ohne die Spitzenleistung nicht möglich ist.“ (env)