Rasenkraftsport Sportbund Pfalz: Goldene Ehrennadel für Volker Strub

Auszeichnung: Volker Strub (links) erhält die Urkunde von Walter Benz vom Sportbund Pfalz.
Auszeichnung: Volker Strub (links) erhält die Urkunde von Walter Benz vom Sportbund Pfalz.

Volker Strub führt seit 24 Jahren den rheinland-pfälzischen Rasenkraftsportverband. Der 69-jährige Mutterstadter hat jetzt für sein ehrenamtliches Engagement eine Auszeichnung erhalten. Er weiß aber auch, wo den Verband der Schuh drückt.

Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen waren nie sein Ding gewesen. Es sind Schwerathletikdisziplinen, die zum Rasenkraftsport gehören. Dennoch ist Volker Strub seit knapp 24 Jahren „Herr des Rasenkraftsports“ als Verbandsvorsitzender von Rheinland-Pfalz. Der Mutterstadter kümmert sich wie kein Zweiter um die Belange des Rasenkraftsports. Diese Verdienste hat der Sportbund Pfalz mit der goldenen Ehrennadel gewürdigt.

Wie kam der ehemalige Beigeordnete der Gemeinde Mutterstadt eigentlich zu seinem Hobby ? „Alles begann damit, dass mein Sohn Alexander Anfang der 1990er-Jahre mit Leichtathletik bei der TSG Mutterstadt begann. Dann suchte man auf einem Elternabend einen Abteilungsleiter für die Leichtathletik. Das hat im ersten Anlauf nicht funktioniert. Danach habe ich mich doch breitschlagen lassen“, erinnert sich Strub. Das war 1992.

Verbandstag mit Überraschung

Der früher bei der Polizei im Führungsstab beschäftigte Familienvater war damals weder mit dem Sport vertraut noch Mitglied bei der TSG. Ab sofort war Strub Mitglied, und es dauerte auch nicht lange, bis er mehr oder weniger zum alleinigen Macher in der Abteilung reifte. Nach und nach entwickelte sich bei der TSG die Begeisterung für den Rasenkraftsport. Da es in Rheinland-Pfalz keinen funktionierenden Verband gab, startete Mutterstadt zuerst im Verband Nordbaden.

2000 erhielt Strub eine Einladung zu einem Verbandstag des Rasenkraft- und Tauziehverbandes Rheinland-Pfalz nach Hamm an der Sieg. Im Westerwald gab es noch drei kleine Vereine, die dort Tauziehen anboten. „Von dieser Versammlung kam ich dann als Verbandsvorsitzender zurück, was ich heute noch bin. Das ist die Geschichte von einem Funktionär, der am Anfang nichts mit dem Sport am Hut hatte“, berichtet Strub.

Aufstieg und Erfolge

Mit dem Rasenkraftsport ging es jetzt in Rheinland-Pfalz und besonders in Mutterstadt stetig voran. 2011 trennten sich die Rasenkraftsportler von der TSG und gründeten mit Phönix Mutterstadt ihren einen eigenen Verein. Als Schriftführer steht der Verbandsvorsitzende seinem Heimatverein von Anfang bis zum heutigen Tag helfend zur Seite. Seit Jahren sind die Mutterstadter Rasenkraftsportler der beste Verein in Deutschland im Bereich der Senioren. Die Sportlerinnen und Sportler errangen zum Beispiel bei den Deutschen Meisterschaften im Jahr 2023 sagte und schreibe 46 Deutsche-Meistertitel in den jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen. Das macht den 69-jährigen Strub mächtig stolz.

Sorgen bereitet dem Funktionär die fehlende Jugend. Löbliche Ausnahme ist die 23-jährige Samantha Borutta. Die deutsche Meisterin im Hammerwerfen ist auch begeisterte Rasenkraftsportlerin und holte sich im vergangenen Jahr souverän die Meisterschaft im Dreikampf. Ihre Mutter Annette ist Trainerin beim RKS Phönix und zählt in ihrer Klasse auch zu den Besten im Lande.

Die Verbandstätigkeit will der nimmermüde Volker Strub, so lange es die Gesundheit zulässt, noch weiter ausüben. Da kann sich der für sein Engagement bei Landes- und Sportbund Pfalz mehrfach ausgezeichnete Funktionsträger weiter in seinem Metier austoben. Planen und Organisieren sind die Stärke des leidenschaftlichen Sammlers. Früher sammelte Strub Bierdeckel wie kein Zweiter. Am Ende waren es über 35.000 Stück, die er einem französischen Polizeikollegen und Sammlerfreund vermachte. Heute noch sind Polizeiautos im Maßstab 1:87 seine große Leidenschaft. Da kommt der ehemalige Beamte auch schon auf 3400 Stück. Seine Frau Ute unterstützt dieses Hobby und hat auch großes Verständnis für seine zeitaufwendige Funktion als Verbandsvorsitzender der rheinland-pfälzischen Rasenkraftsportler. Hier ist Strub mittlerweile eine Institution, die die Randsportart Rasenkraftsport in den vergangenen zwei Jahrzehnten entscheidend geprägt hat.

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