Ludwigshafen Spitzenspiel verloren

MUTTERSTADT. Nein, unzufrieden schien Ralph Bösling, Trainer der Volleyball-Oberligadamen des SC Mutterstadt, am Sonntagabend überhaupt nicht. Der Tabellendritte verlor gegen den Zweiten, SV Steinwenden mit 2:3 (22:25, 25:23, 18:25, 25:23, 11:15) äußerst knapp.
Fast zweieinhalb Stunden lieferten sich Mutterstadt und Steinwenden einen Kampf auf Biegen und Brechen. Das bessere Ende hatten – wie schon im Hinspiel – die Damen aus der Westpfalz für sich. Im Rückspiel wurde es allerdings noch enger. Die Enttäuschung hielt sich beim Coach und den Akteurinnen indes in Grenzen: „Zumindest haben sie gekämpft. Und so können wir erhobenen Hauptes die Halle verlassen“, sagte Bösling. Schmerzlich vermisst in den Reihen des SCM wurde Diagonalangreiferin Lydia Martsch, die zwar als Zuschauerin in der Halle war, allerdings nicht ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Ihre Knieprobleme haben sich als Patellaspitzensyndrom herausgestellt und so wird sie vermutlich auch in den letzten beiden Begegnungen nicht mehr auflaufen können. An sich hätte der erste Satz eine klare Angelegenheit für die Gastgeberinnen werden müssen, denn sie führten zwischenzeitlich mit acht Punkten Vorsprung (16:8). Doch Steinwenden ließ nicht locker, nutzte jeden noch so kleinen Fehler der SCM-Damen aus, arbeitete sich Schritt für Schritt heran und überholte sie auf der Zielgeraden. „Das ist typisch Frauen-Volleyball. Die Mannschaft denkt bei einem solchen Vorsprung: Jetzt müssen wir nicht mehr viel tun, um das Ding nach Hause zu schaukeln. Und dann passiert so etwas“, sagte Bösling mit Blick auf den leichtfertig verschenkten ersten Satz. Im zweiten Satz zogen die Gäste davon, führten fast durchweg mit vier Punkten Vorsprung. In der Schlussphase drehte Mutterstadt auf und wendete das Blatt (25:23). Deutlicher dagegen war der dritte Satz, den Steinwenden mit 25:18 entschied. Dass Mutterstadts Damen nervenstark sind, haben sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt. Wenn es eng wird, ist auf das Team Verlass. So auch am Sonntag, als sie den vierten Satz mit 25:23 gewannen und einen Tiebreak erzwangen. Und hier agierten die Gäste cleverer, bauten die Führung aus und hatten beim Stande von 14:9 Satzball. Zwar verkürzte der SCM, doch am Ende feierte Steinwenden seinen zwölften Sieg im 16. Spiel. Mutterstadt bleibt zwei Spieltage vor Saisonende Dritter und reist am kommenden Samstag zum LAF Sinzig (6.).