Fußball Spiel des Tages: Was am Ende das Landesligaderby zwischen Mutterstadt und Phönix entscheidet
Die FG 08 Mutterstadt fährt im Derby gegen Phönix Schifferstadt einen verdienten Sieg ein. Im Freitagabendspiel setzte es vor heimischer Kulisse ein deutliches 3:0 (1:0). „Es war heute ein Derby, sah von unserer Seite heute aber nicht so aus. Wenn ich mir anschaue, wie Mutterstadt hier feiert, war das eine Mannschaftsleistung, die ich von uns heute leider vermisst habe“ , übt Phönix-Trainer Rene Schwall Kritik an seiner Mannschaft. Insgesamt habe Mutterstadt verdient gewonnen. „In der ersten Halbzeit hatten wir viele einfache Ballverluste und es gab wenig Spielfluss. Wir haben Konter gesetzt, aber es war offensiv zu wenig. In der zweiten Halbzeit waren wir zunächst zu passiv, haben es dann aber besser gemacht, auch offensiv“ , ordnet Marco Malizia (Mutterstadt) die Partie ein. Er habe seine Mannschaft ebenfalls als verdienten Sieger gesehen.
Dabei startet die Partie verhalten, in einer ereignisarmen Anfangsphase gelingen den Gastgebern mehrere Vorstöße über rechts durch Vitorio-Antonino Parrotta, der sowohl nach langen Bällen als auch nach Kombinationsspiel in Szene gesetzt wird. Dagegen strahlen die Gäste offensiv keine Gefahr aus und zeigen nur mit vereinzelten Vorstößen Präsenz. Infolge kristallisiert sich die FG 08 Mutterstadt mit zunehmendem Spielverlauf als spielbestimmende Mannschaft heraus. Aktivposten und Spielmacher Fabio Reithermann zirkelt nach acht Minuten vom rechten Strafraumrand einen Freistoß scharf auf das linke kurze Eck, Phönix-Schlussmann Kevin Schuster ist jedoch mit einer Glanztat zur Stelle.
Wenig Spielfluss
Daraufhin ist das Spiel eingangs durch schnelle und zahlreiche Ballverluste geprägt, sodass wenig Spielfluss vorhanden ist. Dennoch gelingt es Mutterstadt, die optische Überlegenheit vermehrt in Toraktionen umzumünzen. So bringt Mehmet Yaman einen Abpraller noch einmal von der linken Seite scharf vor das Tor, Tobias Riemer kann für den DJK-Phönix in letzter Not entschärfen (19.). Zudem kommen die Gastgeber auch per Ecke zu einer guten Gelegenheit, doch im Chaos gelingt es Mutterstadt über mehrere Stationen nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Etwa eine halbe Stunde nach Spielbeginn belohnt Gianluca Giannetta (Mutterstadt) die Bemühungen seiner Mannschaft, er legt den Ball nach schnellem Umschaltspiel im Vorfeld an Phönix-Torhüter Kevin Schuster vorbei und schiebt in das leere Tor ein. Der Führungstreffer ist zu diesem Zeitpunkt überfällig, es sind primär die Mutterstadter, die agieren, während die Gäste kaum eigene Akzente setzen und zumeist nur reagieren. Ohnehin gerät die Elf von Rene Schwall zu diesem Zeitpunkt immer größere Bedrängnis, kann sich jedoch auch häufig befreien. Darüber hinaus sieht Felix Kuhn (Schifferstadt) in der 35. Minute nach wiederholten Vergehen Gelb.
Schifferstadt nicht zwingend
Der zweite Abschnitt setzt dieses Bild zunächst fort, Mutterstadt übt weiter Druck aus und scheint dominant. Nach 54 Minuten hat Schifferstadt die erste Gelegenheit aus der Distanz, die Felix Schmidt für Mutterstadt problemlos entschärfen kann. Quasi zeitgleich wird auch ein Abschluss von Kokou N´Soukpoe von der Mutterstadter Hintermannschaft geblockt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Gäste deutlich aktiver und sichtlich bemüht, und können Mutterstadt erstmalig über weite Strecken vom eigenen Tor fernhalten. Dennoch kommen sie dem Ausgleich nicht wirklich nahe.
Da sich auch Mutterstadt in Form von Mehmet Yaman zurückmeldet, der aus linker Position per Linksschuss knapp rechts vorbei am Tor verzieht, und nach 74 Minuten sogar nachlegt, scheint Schifferstadt geschlagen. Fabio Reithermann belohnt sich für eine gute Leistung und markiert aus mittiger Position mit einem Linksschuss in das obere rechte Eck das 2:0. Die Weichen stellte ein Konter über rechts und eine Ablage über zwei Stationen in die Mitte. Zuletzt sorgt Jan Weingarte für die Vorentscheidung (80.), er trifft nach einem Abpraller aus kurzer Distanz zum 3:0. Mittlerweile hat Mutterstadt die Kontrolle über das Spiel zurückerlangt und in der Schlussviertelstunde mächtig aufgedreht.