Fußball
Spiel des Tages: SV Phönix Schifferstadt und FG 08 Mutterstadt im Landesligaderby
Zum Auftakt in die Rückserie ist der abstiegsbedrohte Landesligist Phönix Schifferstadt Gastgeber der benachbarten FG 08 Mutterstadt (Sonntag, 15 Uhr). Phönix hat im Winter zwei ehemalige Stammkräfte zurückgeholt.
„Ja, Milos Pitulic und Luka Stanisic sind wieder bei uns, und sie werden dem Team weiterhelfen“, ist Phönix-Trainer René Schwall überzeugt. Selten passten im Amateurbereich neuverpflichtete Spieler so gut zum gesuchten Profil wie die beiden. Als ein Manko hatte der Coach ausgemacht, dass der Viererkette die Führung abgeht, weil keiner verbal das Heft in die Hand nimmt. Pitulic, der in Kürze 32 Jahre alt wird, kann diese Lücke schließen. „Milos ist erfahren und selbstbewusst. Er soll die Abwehr dirigieren, ihr Halt geben und für mehr Stabilität sorgen“, formuliert Schwall seine Anforderungen an den Serben.
Drei von vier Testspielen gewonnen
Wie der Abwehrspieler ist auch der 32-jährige Spielmacher Luka Stanisic nach einem sechsmonatigen und missglückten Gastspiel beim ASV Maxdorf (A-Klasse Rhein-Pfalz) zurückgekommen. „Mit Luka ist die Qualität im Offensivbereich deutlich gestiegen. Er harmoniert mit Torjäger Luca Krämer bestens“, freut sich der Übungsleiter. Die beiden Instinktfußballer verstanden sich in ihrer ersten gemeinsamen Zeit prächtig. Phönix hatte für die Rückrunde händeringend nach einem offensiven Mittelfeldspieler, der ein Spiel gestalten kann, gesucht und hat diesen in Stanisic gefunden.
Von den vier Testspielen gewannen die Schifferstadter drei und erzielten dabei 19 Treffer. Am häufigsten war Krämer mit sieben Toren erfolgreich. „Er ist gut drauf, aber da geht noch mehr. Luca hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft“, verdeutlicht Schwall. Krämer müsse weiter an seinem Abschluss feilen, dann werde die Torausbeute noch besser. In der Partie gegen MFC Lindenhof handelten sich Mittelfeldspieler Benito Schmid und Reservetorwart Dominik Guttenberger Rote Karten ein und fehlen gegen die FG. Gegangen sind die Reservisten Baki Korkmaz, Mohammad Said und Adriano Napolitano. Schwerer wiegt der Verlust von Luca Stoye, der beruflich stark beansprucht ist.
08 fehlen sieben Spieler
Eine Wintervorbereitung hat immer ihre Tücken. Kranke, Verletzte oder Urlauber dezimieren den Kader, und nicht selten sind die Übungsleiter gefordert, aus der Not eine Tugend zu machen. Meist läuft in den Testspielen eine Verlegenheitself auf. So ähnlich war es auch bei den Mutterstadtern. „Das war alles zäh und holprig. Der kleine Kader wurde zusätzlich dezimiert“, sagt FG-Trainer Marco Malizia, der viel improvisieren musste. Sieben Spieler fallen für den Sonntag mit Sicherheit aus. Gut für die Nullachter: Von diesen sieben zählen nur Jan Weingarte und Drilon Hyseni zum Stamm, die restlichen fünf standen in der Hinserie nie in der Startformation.
„Trotzdem ist das eine schwierige Situation, weil es im Training keinen Konkurrenzkampf gibt, wenngleich von den gesunden Spielern immer alle bei den Einheiten waren“, räumt Malizia ein. Erfreulich: Jason Springer, seit April wegen einer Schambeinentzündung auf Eis, ist in den Übungsbetrieb eingestiegen, hat aber aus verständlichen Gründen noch großen Rückstand. „Ich hoffe, dass wir Besart Hyseni, Tom Schlegel und Tim Seelinger fit bekommen“, betont der Coach. Die beiden ersten sind angeschlagen, Kapitän Seelinger hat wegen einer Knöchelverletzung sämtliche Vorbereitungsspiele verpasst. Für ihn wäre es ein regelrechter Kaltstart.
Von den sieben Testspielen haben die Schwarz-Weißen nur zwei gewonnen, aber vier verloren. „Dabei haben wir beim 5:1-Sieg beim LSC in der Pause schon 5:0 geführt, während mir beim 3:2 gegen den SV Südwest Tempo und Zweikampfhärte gefehlt haben“, verdeutlicht Malizia. Im Derby bei Phönix komme es aber gerade auf Zweikämpfe und das Gewinnen der so genannten zweiten Bälle an. Außerdem gelte es auf Stanisic und Krämer, aber auch auf Strohmeier oder N’Soukpoe zu achten. Der Trainer überlegt noch, ob er in der Abwehr mit Dreier- oder Viererkette agieren wird.